Der Öffentliche Nahverkehr soll günstiger werden. Wie ein Sprecher von Verkehrssenatorin Regine Günther (parteilos, für Grüne) jetzt bestätigte, soll der Preis für die Schülermonatskarte gesenkt werden. So ist es in der Arbeitsgemeinschaft Tarife des Senats, der der Verkehrsverbund Berlin-Brandenburg (VBB) angehört, beschlossen worden.

Vor allem Familien mit geringem Einkommen sollen entlastet werden. Vorgesehen ist ein Einheitspreis für das Ticket in der Tarifzone AB für alle Schüler in Höhe von 21,80 Euro, statt wie bisher 29,50 Euro. Im Abo soll der Preis von derzeit 22,92 Euro auf 17 Euro monatlich sinken. Geplant sind außerdem Veränderungen für einkommensschwache Familien. Inhaber des Berlinpasses müssen für das ermäßigte Ticket für Kinder von derzeit 15 Euro künftig überhaupt nichts mehr bezahlen.

Weitere Vergünstigungen

Das Geld dafür von etwa sieben Millionen Euro pro Jahr sei bereits im Haushalt eingestellt, sagte die Senatorin kürzlich der Berliner Morgenpost im Interview. Demnach wird das Schülerticket auch unbürokratischer werden. Künftig soll es keine Trägerkarte mit Marken mehr geben. Stattdessen werden Schüler eine VBB-Karte erhalten.

Die Verkehrssenatorin geht davon aus, dass das neue System für 90 Prozent der Familien günstiger wird. Da künftig die Geschwisterermäßigung wegfällt, bleibe der Preis für die kleine Gruppe von Familien mit mehr als vier schulpflichtigen Kindern gleich.

Es werden noch weitere Ticketarten im Öffentlichen Nahverkehr billiger werden. „Als nächstes wird sich die Arbeitsgemeinschaft Tarife mit dem Ticket für Auszubildende beschäftigen. Das wird die nächste Vergünstigung“, sagte Matthias Tang, Sprecher der Senatsverkehrsverwaltung, der Berliner Zeitung am Sonntag. Die Arbeitsgemeinschaft Tarife wird sich auch mit der Höhe der Preise für die regulären, nicht-ermäßigten Fahrscheine beschäftigen. Eine Entscheidung dazu fällt voraussichtlich im September. (juli.)