Berlin - „Wir bauen das Neue“, war der Titel einer grünen Werbepostille, die im Prospektregal an der Tür lag. Im stickig heißen Konferenzraum der Bundesgeschäftsstelle der Grünen in Mitte bemühte sich Berlins Senatorin für Umwelt, Verkehr und Klimaschutz, einen ähnlichen Optimismus zu demonstrieren. „Wir sind nicht mehr ganz am Anfang. Wir haben viel geschafft“, sagte Regine Günther bei ihrer Halbzeitbilanz, zu der die Landesarbeitsarbeitsgemeinschaft (LAG) Mobilität der Berliner Grünen eingeladen hatte. Doch längst nicht jeder im Saal sah das so. Grünen-Mitglieder und Verbandsvertreter äußerten zum Teil heftige Kritik. Ihnen geht die Verkehrswende in Berlin zu langsam voran.

Den Reigen begann Christfried Tschepe, Vorsitzender des Fahrgastverbands IGEB. „Den Aufwand für die neuen Planwerke wissen wir zu schätzen“ - gemeint war zum Beispiel der neue Nahverkehrsplan. „Doch wir vermissen, dass die Ziele auch umgesetzt werden.“ So gingen die vier Straßenbahn-Neubauprojekte, die schon der vorangegangene Senat angeschoben hatte, „nicht wirklich voran“. Dazu zählen Hauptbahnhof-Turmstraße und die Strecke zum Ostkreuz. Es bestünde die Gefahr, dass kein einziges in der bis 2021 dauernden Legislaturperiode fertig würde, warnte Tschepe.

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