Der Senat hält es für sinnvoll, die Strecke der U-Bahn-Linie U 1 über die heutige Endstation Warschauer Straße hinaus bis zum Bahnhof Ostkreuz zu verlängern. Das hat der neue Stadtentwicklungssenator Andreas Geisel bekräftigt. „Wir haben große Sympathien für diesen Vorschlag, die Verlängerung wäre ein Bereicherung“, sagte der SPD-Politiker im Verkehrsausschuss des Abgeordnetenhauses. Berlin wächst, „das zieht den Ausbau des Nahverkehrs nach sich“.

Wie berichtet sprechen der Senat, die Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) und die Deutsche Bahn (DB) über das Projekt. Das Ostkreuz, künftig auch ein wichtiger Regionalbahnhof, werde weiter aufgewertet, heißt es. Kreuzberg und andere Stadtteile an der U 1 bekämen einen Anschluss an den östlichen S-Bahn-Ring sowie weitere Verbindungen.

„Es gibt gemeinsame Planungsschritte“, sagte Geisel. Erste Ideen sehen dem Vernehmen nach vor, die Strecke jenseits vom U-Bahnhof Warschauer Straße in einem weiten Bogen über die DB-Gleise hinweg-zuführen. An deren Nordseite soll die Trasse zum Ostkreuz führen, wo westlich der neuen Fußgängerbrücke die Endstation entsteht – mit einem Bahnsteig, der an die Brücke anschließt, um das Umsteigen zu erleichtern. „Über den Zeithorizont sprechen wir noch nicht“, so Geisel.
Kritiker entgegnen, dass die Strecke einen dreistelligen Millionenbetrag kosten werde. Auch habe die BVG nicht einmal für das jetzige U-Bahn-Netz genug Wagen.