Berlin - Die Corona-Krise hat auch in der Bilanz der Flughafengesellschaft FBB unübersehbare Spuren hinterlassen. Im vergangenen Jahr verbuchte das staatliche Unternehmen einen Konzernfehlbetrag von mehr als einer Milliarde Euro. Das gab der Vorstandsvorsitzende des staatlichen Unternehmens, Engelbert Lütke Daldrup, nach der Sitzung des Aufsichtsrats am Donnerstag bekannt. „Das ist eine sehr große Zahl“, sagte er. „Sie ist im Wesentlichen geprägt durch eine außerplanmäßige Sonderabschreibung, aber auch das Normalgeschäft hat kein positives Ergebnis gehabt.“ Zuvor hatte der Aufsichtsrat den Konzernabschluss des Unternehmens, das den Flughafen Berlin Brandenburg (BER) in Schönefeld betreibt, genehmigt.

„Wirtschaftlich gesehen, war 2020 ein extrem schwieriges Jahr für uns“, so Lütke Daldrup. „Corona hat uns stark beeinträchtigt.“ Wie an allen anderen deutschen Verkehrsflughäfen sei auch in Berlin das Verkehrsaufkommen stark gesunken. War an den Berliner Flughäfen 2019 noch die Rekordzahl von fast 35,6 Millionen Fluggäste abgefertigt worden, so betrug die Passagierzahl im ersten Corona-Jahr 2020 nur noch rund 9,1 Millionen. Die Umsatzerlöse gingen laut Jahresabschluss um 239 Millionen Euro zurück. Einsparungen, die sich auf 85 Millionen Euro summierten, konnten das nicht wettmachen.

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