Berlin - Die Berliner können am Samstag zu Nacht-Forschern werden: Wissenschaftler laden am Abend zur organisierten Himmelsbeobachtung ein, bei der die Teilnehmer gemeinsam die Sterne am Himmel zählen, teilte der Forschungsverbund Berlin am Donnerstag mit. Die Ergebnisse von Beobachtern weltweit sollen in eine Datenbank einfließen, so der Verband. Mit deren Hilfe wollen Wissenschaftler messen, wie stark künstliches Licht die Helligkeit des Nachthimmels beeinflusst.

«Je mehr künstliche Beleuchtung es am Standpunkt des Beobachters gibt, desto heller erscheint der Himmel und desto weniger Sterne sind zu sehen», erklärte einer der Forscher, Christopher Kyba. Der Fachbegriff für dieses Phänomen heiße «Skyglow». «Es ist eine Form der Umweltverschmutzung, über die wir leider noch recht wenig wissen», so Kyba.

Interessierte auf der ganzen Welt sind aufgerufen, am Samstagabend die Sterne zu zählen. Eine organisierte Himmelsbeobachtung wie in Berlin gibt es auch in Mannheim. (dpa/bb)