Berlin - Das Bundesverfassungsgericht hat den Mietendeckel gekippt, doch für manche Vermieter ist die Auseinandersetzung um das umstrittene Gesetz damit noch nicht beendet. Bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung haben in fünf Fällen Vermieter Schadensersatzansprüche geltend gemacht, wie Behördensprecherin Katrin Dietl auf Anfrage der Berliner Zeitung erklärte. Bei der Senatsverwaltung für Finanzen ist nach Angaben von Behördensprecher Alexis Demos eine Klage eingegangen.

Die Klage stammt von Christian Strahl, 52, aus Pankow. „Nachdem das Bundesverfassungsgericht den Mietendeckel gekippt hat, habe ich Klage gegen das Land Berlin eingereicht“, sagt er. „Mir ist ein Schaden entstanden, weil ich eine freigewordene 93,7 Quadratmeter große Wohnung in meinem Haus in der Prenzlauer Promenade zum 1. März 2021 nicht mehr zur alten Miethöhe von 1200 Euro kalt, sondern nur noch zur reduzierten Höhe von 698,06 Euro vermieten durfte, die der Mietendeckel vorsah“, sagt Strahl. „Ich verlange einen Schadensersatz in Höhe von 6023,28 Euro – das entspricht der Summe, die mir für ein Jahr entgeht.“

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