Berlin - Ein langer Mittelgang teilt die Markthalle 18 des Dong Xuan Centers in Lichtenberg. Links und rechts Nagelstudios, Friseurläden und Kosmetikgeschäfte. Bei „Le Nails“ steht die Eingangstür offen. Junge Asiatinnen sitzen an weißen Arbeitstischen. Sie tragen Mundschutz, schauen konzentriert auf die Hände ihrer Kundinnen, feilen, lackieren und modellieren im Kunstlicht. Nichts wirkt ungewöhnlich, und doch sind die Nagelstudios gerade im Fokus von Polizei und Zoll. Es geht um illegal eingeschleuste Minderjährige aus Vietnam und den Verdacht, dass sie als Arbeitssklaven ausgebeutet werden.

Deutsche und polnische Ermittler haben das 200 Hektar große Einkaufsparadies in der Herzbergstraße als Drehkreuz von Menschenhändlern ausgemacht. Immer häufiger würden Vietnamesen über die deutsche Grenze und weiter nach Berlin gebracht, berichtete der RBB unter Verweis auf Angaben der Bundespolizei. International agierende Banden schmuggelten demnach die vielfach minderjährigen Vietnamesen über Moskau, die baltischen Staaten und Polen bis nach Westeuropa.

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