Im Fall der vermissten Rebecca aus Britz konzentrieren sich die Ermittler der 3. Mordkommission jetzt auf die Auswertung der mehr als 1200 Hinweise. Diese sind seit dem Verschwinden der 15 Jahre alten Schülerin am 18. März bei der Polizei eingegangen.

Das zeuge nicht nur vom bundesweiten Interesse an diesem Fall, sondern auch von der Bereitschaft uns zu helfen, hieß es bei der Polizei. Es seien außergewöhnlich viele Hinweise. Die Auswertung werde einige Tage in Anspruch nehmen.

Fall Rebecca: Der Mordkommission läuft die Zeit davon

Damit die Ermittlungen zügig weitergeführt werden können, prüft die Behörde nun, eine spezielle Ermittlungsgruppe in dem Fall zu bilden. Damit könnten die Hinweise schneller abgearbeitet werden, weil mehr Personal zur Verfügung stünde. Der Mordkommission sitzt die Zeit im Nacken. Noch in diesem Monat, könnte ein Richter erneut über die Dauer der Untersuchungshaft entscheiden.

Liegen dann keine neuen überzeugenden Gründe vor, kann es sein, dass der 27 Jahre alte Tatverdächtige Florian R. die Untersuchungshaftanstalt Moabit als freier Mann wieder verlässt. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen aber weiterhin davon aus, dass das Mädchen nicht mehr am Leben ist. Dem Schwager wird ein Tötungsdelikt vorgeworfen. Er schweigt weiterhin.

Fall Rebecca: Tagelange Wald-Absuchung ohne Erfolg

Dreh- und Angelpunkt der Ermittlungen sind weiterhin zwei mysteriöse Fahrten des Mannes am Tag des Verschwindens von Rebecca sowie am darauffolgenden Tag. Zu beiden Zeiten war der gelernte Koch in einem himbeerroten Renault Twingo auf der A12 in Richtung Frankfurt/Oder von einer Überwachungskamera gefilmt worden. Zeugen wollen das auffällige Auto bei Storkow gesehen haben. Deshalb suchten jeweils 100 Polizisten an drei Tagen ein Waldstück ab. Ohne Ergebnis. Ob die Suche fortgeführt wird, ist noch nicht entschieden.

Zu diesen Fahrten äußert sich der Tatverdächtige nicht. Dazu soll ihm seine Anwältin geraten haben. Sie gilt als erfahrene Juristin, die seit 2007 als Fachanwältin für Strafrecht zugelassen ist. Die Anwältin kennt die Arbeit der Polizei. Drei Jahre leitete sie als Kriminaldirektorin im Landeskriminalamt das Referat, das für die Bekämpfung der Schwerstkriminalität, der Produkterpressung sowie von Geiselnahmen zuständig war.

Fall Rebecca: Vater der 15-jährigen Vermissten spricht

Gegenüber RTL hatte Rebeccas Vater gesagt: „Die ganze Nummer hängt mit einer anderen Sache zusammen, die ich aber nicht sagen darf.“ Er forderte Florian R. auf, sein Schweigen zu beenden, um die Ermittlungen in die richtige Richtung zu führen. Laut einem Bericht der Bild-Zeitung soll Florian R. am Tag von Rebeccas Verschwinden unterwegs nach Polen gewesen sein, um ein Drogengeschäft abzuwickeln. Er soll vor einigen Jahren bereits wegen der illegalen Einfuhr von Polenböllern polizeilich aufgefallen sein. Die Polizei äußert sich zu diesen Details nicht.