Die Suche nach der vermissten Rebecca war für wenige Tage unterbrochen. Ab Mittwochmorgen durchkämmten Einsatzkräfze der Polizei erneut die Gegend rund um den Herzberger See im Landkreis Oder-Spree. Wie eine Polizeisprecherin sagte, wurde das Mädchen bis zum Ende der Aktion gegen 18.00 Uhr wieder nicht gefunden. 

Die Mordermittler haben sich auf die Gegend rund um Beeskow konzentriert. Die Beamten vermuten, dass der Verdächtige Florian R. die Autobahn 12 in diesem Bereich verlassen hat. Der Schwager der 15-Jährigen soll sich in der Gegend rund um Beeskow gut auskennen, heißt es aus Polizeikreisen.

Seit 10 Uhr suchten Einsatzkräfte mit Spürhunden nach Spuren zu Rebecca. Die Polizei hatte bereits in der vergangenen Woche rund um den Herzberger See rund 60 Kilometer südöstlich der Hauptstadt nach Rebecca gesucht - jedoch ohne Erfolg. Taucher seien bislang nicht eingeplant, sagte ein Polizeisprecher. Vor Ort waren wie schon bei früheren Einsätzen auch Fahrzeuge des Technischen Hilfswerks zu sehen. Die Einsatzkräfte sind mit spezieller Technik ausgerüstet, etwa für Boden-Untersuchungen

Mordermittler arbeitet 2200 Hinweise ab

Rebecca ist seit dem 18. Februar verschwunden. Polizei und Staatsanwaltschaft gehen davon aus, dass die Schülerin Opfer eines Verbrechens wurde. Der Schwager von Rebecca wurde inzwischen aus der Untersuchungshaft entlassen. Ein Ermittlungsrichter sah keinen dringenden Tatverdacht mehr. Es gebe lediglich Indizien, aber keine Beweise, hieß es.

Florian R. hatte sich in den Vernehmungen widersprochen. Dabei ging es auch um die zwei Autofahrten am Tag des Verschindens von Rebecca sowie am darauffolgenden Tag. Demnach wurde das Auto von Florian R. zweimal von einem automatischen Kennzeichenerfassungssystem auf der A12 gefilmt. Wer am Steuer des Wagens saß, sei nicht zu erkennen gewesen.

Zu dem Fall gingen mehr als 2200 Hinweise aus der Bevölkerung bei der Polizei ein. Diese werden nun nach und nach abgearbeitet, sagt ein Polizeisprecher.

Mit großem Aufwand wurden wiederholt brandenburgische Waldstücke und mehrere Seen südlich der Autobahn 12 Berlin-Frankfurt(Oder) durchkämmt. Vor einer Woche hatte der Sprecher der Staatsanwaltschaft, Martin Steltner, gesagt: „Wir geben die Hoffnung nicht auf, dass wir im Fall Rebecca doch noch weiterkommen.“ (mit dpa)