Wegen des großen Interesses: Der ersten Kolonialausstellung 1896 folgte 1907 in Berlin-Schöneberg die „Deutsche Armee Marine und Kolonialausstellung“. Hier ein Blick auf die Haupthalle.
Foto: Imago 

Berlin-MitteDie deutsche Kolonialzeit währte keine 35 Jahre, doch sie wirkt auch mehr als 100 Jahre nach ihrem offiziellen Ende fort – in Rassismus zum Beispiel und der Weltwirtschaftsordnung, die die Welt in konsumierende Herren- und liefernde Arbeitsvölker einteilt. Diese gegenwärtige Zuordnung wird von jenen, die auf der Sonnenseite leben, weithin als selbstverständlich akzeptiert. Von „postkolonialen“ Zeiten zu sprechen, beschönigt also die Lage.

Das Denken zu entkolonialisieren, ist eine riesige Aufgabe. In Berlin macht sich ein Projekt namens „Dekoloniale – Erinnerungskultur in der Stadt“ an die Arbeit. Der Name sagt schon, dass es um Kultur geht, tatsächlich wird es auch ein jährliches Kulturfestival und künstlerische Interventionen geben.

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