Berlin - Die Schauspielerin Katja Riemann klaut keine Silberlöffel und quält keine süßen Kätzchen. Über jede zivilisierte Person könnte man unendlich viele Boshaftigkeiten aufzählen, die nicht zu deren Gewohnheiten zählen. Aber das ist natürlich völlig unnötig, weil es normal und deshalb keiner Erwähnung wert sein sollte, wenn sich jemand vernünftig verhält.

Seit am Mittwoch das Foto unten in den Boulevardblättern erschien, gibt es nun allerdings Zweifel an Katja Riemanns Ruf als Radfahrerin. Der Radlerin, die Boris-Becker-Gattin Lilly Becker, ihren Sohn Amadeus und die Nanny da rüde vor dem Sea Life in der Spandauer Straße in Mitte vom Radweg schimpft, ist ja tatsächlich eine gewisse Ähnlichkeit mit der Schauspielerin nicht abzusprechen.

Dementsprechend sehr groß war die Runde, auf die sich die Fotos von dieser Begebenheit umgehend machten. Sogar in TV-Boulevardmagazinen waren sie zu sehen. Der rustikale Umgang, den Katja Riemann gelegentlich mit der Journaille pflegt, dürfte die Verbreitung der Radrüpelei-Fotos beschleunigt haben.

Allerdings erklärt nun Katja Riemann, dass sie es gar nicht gewesen sei. Ihr Sprecher Peter Schulze sagte am Mittwoch, dass es sich bei der Dame auf dem Foto keinesfalls um die Schauspielerin handele. Er selbst habe sie zu der Zeit, als das Foto entstanden sein soll, in der Chausseestraße gesehen. Und zwar nicht auf dem Rad, sondern in ihrem Auto. Schulze erklärt, „gegen solche verleumderischen Geschichten“ werde rechtlich vorgegangen.

Wir müssen leider zugeben, Katja Riemann weder auf dem Fahrrad noch im Auto, ja nicht einmal in der S-Bahn gesehen zu haben. Deswegen können wir überhaupt nicht mitreden. Falls Katja Riemann aber tatsächlich eine Doppelgängerin haben sollte, würden wir sie gern kennenlernen. Schon um zu erfahren, ob sie schon länger unter der Ähnlichkeit mit der Schauspielerin leiden muss.