Der für seine Kochbücher bekannte Veganer Attila Hildmann trägt in seinem Restaurant in Charlottenburg derzeit einen gefährlichen Contest aus: Wer den laut Hildmann "schärfsten veganen Burger der Welt" (15 Euro) komplett isst, bekommt ihn geschenkt, inklusive Softeis, um den Gaumen wieder zu beruhigen. 

Was die mutigen Tester allerdings auch bekommen können, ist ein Zusammenbruch. Der "Hellfire Burger", der nur mit Handschuhen angefasst werden darf, enthält drei der schärfsten Chili-Sorten der Welt, dazu die Chili-Extrakte Doomsday und Affliction, von denen allein das Letztere einen Schärfegrad von neun Millionen Scoville haben soll (zum Vergleich: Tabasco kommt auf nur 5000 Scoville). Bis jetzt schafften es nur vier Kunden, den Burger aufzuessen - und zwei mussten notärztlich versorgt werden. 

Schweißausbrüche und zitternde Hände

Das Pikante: Hildmann hat das, was er den Restaurantbesuchern vorsetzt, vorher gar nicht selbst getestet. Als ein Reporter der Berliner Zeitung am Mittwoch an der Challenge teilnahm (er brach nach drei Bissen ab, siehe Video oben), machte der Veganer den Selbstversuch - und schaffte immerhin die Hälfte. Gut ging es ihm danach allerdings nicht.

"Ich habe es jetzt das erste und letzte Mal selbst probiert. Die Wirkung war noch krasser, als ich gedacht habe", sagte Hildmann. "Ich hatte Schweißausbrüche und zitternde Hände." Nach dem Essen musste sich der umstrittene Restaurantbetreiber mehrfach aufs Klo verabschieden. Den Burger will er trotzdem weiter anbieten - "vor allem für jungen Leute, die die Herausforderung suchen". (BLZ)