Für einen wie Christoph Domanski gibt es nur noch Superlative. Viermal wurde er bereits mit dem World Stunt Award ausgezeichnet, als Stunt-Koordinator hat er wahnwitzige Actionspektakel für  Kinofilme, Tatorte und unzählige Folgen der Fernsehserie "Alarm für Cobra 11” choreografiert. Es gibt nicht mehr viel, was Domanski noch nicht gemacht hat, wenn es um halsbrecherische Autocrashs geht. Doch, halt, eins fehlte bisher in seinem Portfolio: Stretchlimousine fliegt durch Doppeldeckerbus. 

Dreharbeiten auf dem Behala-Gelände am Westhafen

Diese Lücke schloss er am Samstagmorgen auf dem Behala-Gelände am Westhafen. Dort wurde für den chinesischen Actionfilm “Out Of Control” (Produzent ist Wilson Qui, der auch Tom Tykwers Cloud Atlas produzierte) gedreht. Außer Kontrolle gerät in dem Film, genau: eine Stretchlimo, auf dem Weg zu einer Berlinale-Gala. Unaufhaltsam rast sie durch Berlin. Da steht auf einmal einer dieser Sightseeingbusse im Weg. Naja, kann ja passieren. Die Handlung, man ahnt ist, wird in “Out of Control” eher zweitrangig sein. Dafür dürfen die Stunts umso abgedrehter sein.

Mit 60 Stundenkilometern rast die Limo auf den Bus zu

Mehrere Wochen dauerte die Vorbereitung für den Stunt, allein der Bau der Rampe nahm zwei Wochen in Anspruch, dazu wurde der Mittelteil des Busses komplett durch eine Attrappe ersetzt. Der ganze Aufwand für einen Crash, der am Ende nach wenigen Sekunden vorbei war. Mit 60 Stundenkilometern raste die 2,7 Tonnen schwere Limo auf den Bus zu, “Super gelaufen”, sagte Domanski danach zu seiner Crew. Alles nach Plan, beim ersten und einzigen Versuch.