Der mutmaßliche Seriensexualstraftäter hat sich heute Nachmittag in Tempelhof gestellt. Der 30-Jährige erschien gegen 15.30 Uhr mit Familienangehörigen auf dem Polizeiabschnitt 44 in der Götzstraße und wurde festgenommen. Er wurde in Ägypten geboren, seine Staatsangehörigkeit ist ungeklärt.

Der Mann ist in Mariendorf wohnhaft und der Polizei bereits wegen Betrugsdelikten bekannt. Er soll am Montag zum Erlass eines Haftbefehls einem Richter vorgeführt werden.

Der 30-Jährige soll am 11. Januar sowie am 11., 12. und 17. Februar im Bereich der U-Bahn-Linie U6 auf den Bahnhöfen Alt-Mariendorf, Kaiserin-Augusta-Straße und Alt-Tempelhof zumeist in den Nachtstunden vier Frauen im Alter von 29 bis 50 Jahren sexuell genötigt und vergewaltigt haben.

Den Ermittlungen zufolge soll er schon auf den Bahnhöfen oder in den U-Bahnzügen Augenkontakt zu den späteren Opfern aufgenommen haben. Er verfolgte die Frauen demnach und verging sich noch in Bahnhöfen an ihnen. Die Polizei sucht weiter nach möglichen weiteren Opfern und bat diese, sich zu melden.

Bereits am Samstag war die Identität des Mannes der Polizei bekannt gewesen, sie hatte insgesamt sieben Hinweise auf den mutmaßlichen Vergewaltiger bekommen. Die Ermittler hatten nach ihm gesucht - bis er sich nun selbst stellte. (BLZ, dpa)