Einer der beiden Geldboten reibt sich die Augen. Er wurde bei dem Überfall mit Pfefferspray angegriffen, weil er den Koffer nicht hergeben wollte.
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BerlinEs ging alles ganz schnell. Die Täter wussten genau, wo sie zu warten hatten. Dann schlugen sie gezielt zu. Ein Zeuge berichtet der Berliner Zeitung, wie die Räuber zwischen all dem morgendlichen Trubel einen Geldkoffer erbeuteten. Dass sie bei der Tat beobachtet wurden, schien sie nicht zu interessieren.

Gegen 9.35 Uhr hatte sich das auffällige Quartett hinter einen Smart an der Detmolder Straße versteckt. „Sie trugen schwarze Tücher vor Mund und Nase. Ihre Haare waren schwarz. Sie taten so, als würden sie an dem Smart rumbasteln“, erzählt der Zeuge. Als der Geldbote mit dem Koffer aus der Volksbank kam und in Richtung des Geldtransporters ging, stürmten zwei der Maskierten auf ihn zu. Sie sollen versucht haben, dem Kurier den Koffer zu entreißen, während die anderen beiden die Tat absicherten. „Doch der Geldbote ließ zuerst nicht los“, berichtet der Zeuge. Daraufhin hätte einer der Räuber Pfefferspray in sein Gesicht gesprüht. Der Zeuge: „Es kam zum Gerangel. Dabei schlugen sie dem Geldboten die Pistole aus der Hand und entrissen ihm schließlich den Koffer.“

Schwarze Fluchtwagen standen bereit

Anschließend flüchteten die Täter mit der Beute. Sie seien in zwei schwarze Fluchtwagen gestiegen, die auf der Detmolder Straße bereitstanden. Laut dem Zeugen handelte es sich um einen Skoda und einen Audi. Die Kennzeichen der Nummernschilder wurden an die Polizei weitergegeben. Derzeit werde geprüft, ob die Fluchtwagen als gestohlen gemeldet sind. Die Räuber werden auf 25 bis 30 Jahre geschätzt. 

Der Geldbote erlitt starke Augenreizungen und musste behandelt werden. „Nach zehn Minuten war endlich die Polizei da. Nach 20 Minuten haben sie immer noch gemütlich diskutiert, was denn jetzt zu machen ist – statt eine Verfolgung aufzunehmen“, meint der Zeuge. Nach Informationen der Berliner Zeitung sollen in dem Koffer 500.000 Euro gewesen sein. Der Inhalt war mit einer Farbpatrone gesichert, die eine halbe Stunde nach dem Raub explodiert sein dürfte.