Was sind die größten Sünden, die ein Taxifahrer begehen kann? Stephan Müller von Taxi Berlin muss nicht lange nachdenken. „Kurze Strecken ablehnen. Und bargeldloses Zahlen ablehnen“, sagt er. Müller muss es wissen: Der 30-Jährige ist als Projektleiter für die Kurse zuständig, in denen sich Fahrer für das neue Premium-Angebot des Taxigewerbes qualifizieren können. Wer nach den zweitägigen Seminaren mindestens neun von zehn Prüfungsfragen richtig beantwortet, darf am „VIP Quality Taxi Service“ teilnehmen und auf mehr Funkaufträge hoffen. Am Montag nimmt Taxi Berlin unter der Berliner Nummer 20 20 20 erstmals Bestellungen für den Premium-Service an – aber nur von registrierten Großkunden.

Auf den ersten Blick sieht die Lage nicht schlecht aus. „In unserer Funkzentrale vermitteln wir jährlich acht Millionen Taxifahrten an rund 15.000 Fahrer in 5500 Fahrzeugen“, sagt Müllers Chef Hermann Waldner. In den meisten Fällen scheinen die Kunden zufrieden zu sein: „Wir kriegen ein paar hundert Beschwerden im Jahr, ein Anteil im Promillebereich.“ Doch die Branche steht unter Druck – Konkurrenzdruck.

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