Selten hat ein Volksentscheid den Senat und die ihn tragenden Parteien so durcheinandergewirbelt wie der Energietisch. Bekanntlich sollen die Berliner am 3. November abstimmen, ob das Stromnetz wieder in öffentlichen Besitz übergeht und ob ein landeseigenes Stadtwerk gegründet wird. Seitdem der Energietisch diesen Volksentscheid durchgesetzt hat, ringt die große Koalition darum, wie sie mit der Bürgerinitiative umgehen soll.

An diesem Dienstag dürfte sich herausstellen, ob aus dem Ringen eine Koalitionskrise wird. Die Fraktionen von SPD und CDU wollen jeweils beraten, ob sie zu dem Gesetzentwurf des Energietischs formal Stellung beziehen, und wenn ja, wie. Bisher gingen die Meinungen dazu weit auseinander. Der SPD-Vorstand um Parteichef Jan Stöß hatte sich zunächst voll auf die Seite der Bürgerinitiative gestellt. Er forderte vom Parlament, den Gesetzentwurf des Energietischs zu übernehmen und damit den Volksentscheid überflüssig zu machen.

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