Die Berliner haben entschieden: Auf dem stillgelegten Flughafen Tempelhof darf die Stadt nicht bauen. Der Gesetzentwurf der Bürgerinitiative „100% Tempelhofer Feld“ setzte sich mit 64,3 Prozent der Stimmen durch und wird nun Gesetz. Nach dem vorläufigen amtlichen Endergebnis stimmten dagegen nur 40,8 Prozent der Teilnehmer für den Gegenentwurf des Abgeordnetenhauses.

In den einzelnen Berliner Bezirken gab es aber deutliche Unterschiede der Abstimmungsergebnisse. Während in Friedrichshain-Kreuzberg 77 Prozent für „100% Tempelhofer Feld“ gestimmt haben, waren es in Reinickendorf nur 55,5 Prozent. Der Gesetzentwurf des Abgeordnetenhauses erreichte in Marzahn-Hellersdorf mit 51,5 Prozent das beste Ergebnis.

Friedrichshain-Kreuzberg hatte außerdem auch die höchste Wahlbeteiligung am Volksentscheid von 54,2 Prozent. In Marzahn-Hellersdorf haben sich nur 32,9 Prozent der Wahlberechtigten an der Abstimmung beteiligt.

Auf einer Karte stellt sich das Abstimmungsergebnis in den einzelnen Berliner Bezirken wie folgt dar. Die Bürger, die in der Nähe des Tempelhofer Feldes wohnen, lehnen die Bebauung deutlicher ab, als Menschen, die weiter weg wohnen.

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