Bezüglich der Ergebnisse der Volkszählung und ihrer dramatischen finanziellen Auswirkungen auf Berlin ist das letzte Wort noch nicht gesprochen. „Eine Entscheidung dazu ist noch nicht gefallen.“ Der Senat habe am Dienstag noch einmal sehr ausführlich die Ergebnisse der jüngsten Volkszählung zusammen mit der Präsidentin des Amtes für Statistik Berlin-Brandenburg, Ulrike Rockmann, diskutiert, sagte Meng.

Dabei habe es zahlreiche Fragen der Senatsmitglieder zur Methodik des Zensus und zu den Ergebnissen gegeben. Diese seien noch nicht alle abgearbeitet. Deshalb werde die Diskussion darüber fortgesetzt. So gehe es auch um die Frage, wie die Verwaltung künftig mit den Melderegistern umgehe. Diese stimmten ja offenbar in vielen Einträgen nicht.

Nach den Ende Mai veröffentlichten Ergebnissen der Volkszählung von 2011 leben in Berlin mit knapp 3,3 Millionen Einwohnern rund 180 000 Menschen weniger als bisher gedacht. Die große Abweichung gehe zu 60 Prozent auf Ausländer zurück, die sich offenbar bei ihrem Wegzug aus Berlin nicht abgemeldet haben.

Für Berlin hat das große finanzielle Auswirkungen. Das Land wird künftig rund 470 Millionen Euro weniger aus dem Länderfinanzausgleich bekommen. Zudem soll es rund 940 Millionen Euro weniger bei der nächsten Abschlagszahlung im Dezember rückwirkend für die Jahre 2011 bis 2013 erhalten. (dpa)