Ein betrunkener Autofahrer hat am Freitagmorgen in Kreuzberg mehrere Fahrzeuge beschädigt. Nach Angaben der Polizei wartete gegen 2.50 Uhr ein Autofahrer mit seinem Mercedes an der Kreuzung Oranien- / Skalitzer-/Manteuffelstraße an der roten Ampel. Von der Oranienstraße aus wollte er geradeaus in die Wiener Straße weiterfahren. Als die Ampel für ihn auf Grün schaltete, fuhr er langsam los.

In diesem Augenblick kam nach ersten Ermittlungen der Polizei aus der Manteuffelstraße ein anderer Mercedes herangerast und bog nach rechts in die Oranienstraße ein. Offenbar wegen der hohen Geschwindigkeit verlor der Fahrer die Kontrolle über das Auto. Es streifte den gerade anfahrenden anderen Mercedes und stieß danach gegen einen geparkten Volvo. Dieser wurde durch die Wucht des Aufpralls auf einen Renault geschoben.

Der Fahrer des Crash-Mercedes setzte zurück und raste davon in die Oranienstraße davon. Polizisten fanden das verlassene Auto wenig später in der Mariannenstraße. Seine Fahrertür stand offen. Während die Beamten das Auto untersuchten, kam der geflüchtete Fahrer zusammen mit einem Bekannten zurück zu seinem Wagen. Die Polizisten nahmen ihn fest. Laut Polizei war der 33-Jährige so betrunken, dass er sich kaum auf den Beinen halten konnte. Auch eine Atemalkoholmessung sei deshalb nicht mehr möglich gewesen, hieß es. "Er konnte zur Sache auch nicht befragt werden", sagte ein Polizeisprecher.
Die Ermittlungen ergaben, dass der Mann seine Fahrerlaubnis bereits wegen eines anderen Verkehrsdeliktes abgeben musste. Der Mercedes war zwischen dem 18. und dem 23. November in Charlottenburg gestohlen worden. Die am Wagen angebrachten Nummernschilder gehörten nicht zu dem Fahrzeug.

Die Polizisten stellten das gestohlene Auto sicher. Ein Richter ordnete bei dem 33-Jährigen, der aus Charlottenburg stammt, eine Blutentnahme an.