Berlin - Die großen Vermieter in Berlin mussten wegen des Mietendeckels für Tausende Haushalte die Miete reduzieren. Ob der Mietendeckel rechtlich Bestand hat, soll im Laufe des ersten Halbjahrs 2021 vom Bundesverfassungsgericht geklärt werden. Falls das Gericht den Mietendeckel kippen sollte, drohen den Mietern hohe Rückforderungen der Vermieter. Diese wollen aber ganz unterschiedlich reagieren. Das ist das Ergebnis einer Umfrage der Berliner Zeitung.

Die schwedische Firma Akelius, die rund 14.000 Wohnungen in der Stadt besitzt, zeigt sich hart. Sie will von ihren Mietern die Differenz zwischen der abgesenkten und der zulässigen Miete „zurückfordern“, falls der Mietendeckel gekippt werden sollte. Das kündigt jedenfalls Jordan Milewicz, der Europa-Chef von Akelius, an. „Der Mietendeckel kostet uns rund 20 Millionen Euro im Jahr“, sagt Milewicz. Vor Inkrafttreten des Mietendeckels im Jahr 2019 habe sich die durchschnittliche Miete bei Akelius auf 9,33 Euro im Bestand und auf 14,66 Euro je Quadratmeter beim Abschluss neuer Verträge belaufen. Durch den Mietendeckel wurde das Niveau deutlich gesenkt. Aktuell liegt das durchschnittliche Mietniveau im Bestand bei 9,13 Euro, bei der Wiedervermietung bei 11,38 Euro pro Quadratmeter.

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