Berlin - Seine Küche ist bestens bekannt. Sie ist extrem sauber, auf der Kochzeile ist nie mehr zu sehen als ein Wasserkessel. Und sie ist auch mehr als nur eine Küche – in ihr wird fleißig Sport getrieben, vor einer schlichten Laptop-Kamera. Der Berliner Fitnesstrainer Michael Byrne hat vor vielen anderen das Potenzial von Online-Kursen erkannt – genau zum richtigen Zeitpunkt, gleich zu Beginn des ersten Lockdowns. Am 19. März 2020 präsentierte Byrne sein erstes Training via Zoom aus der Küche. Zwölf Besucher machten bei der Pilotfolge mit, es war der Beginn einer Erfolgsgeschichte. Auf Instagram folgen Michael Byrne inzwischen mehr als 28.000 Leute, seine Trainings kennen 3000 Menschen.

Die Einheiten überträgt Byrne jetzt per Livestream ins Netz, an jeder nehmen 50 bis 70 Menschen teil, manchmal auch mehr als 100 – weit mehr also, als in einen Studioraum passen würden. Dass sein Vorhaben so einschlagen würde, hat sich der gebürtige Londoner noch vor neun Monaten nicht vorstellen können. „Das Ganze“, sagt er rückblickend, „war eine aus der Not geborene Idee.“ Ihm war damals ein gut dotierter Arbeitsvertrag zugesichert worden, der in letzter Sekunde zurückgezogen wurde – der potenzielle Arbeitgeber hatte coronabedingte Einbußen antizipiert.

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