Die Berliner SPD bleibt bei ihrer uneinheitlichen Praxis der Annahme von Parteispenden. Obwohl der Landesverband – verantwortlich war die ehemalige Schatzmeisterin Ulrike Sommer, eine Vertraute des Ex-Parteichefs Jan Stöß – zwei Parteispenden des Bauunternehmers Klaus Groth abgelehnt hatte, will der SPD-Kreisverband Lichtenberg eine Groth-Spende in gleicher Höhe behalten. Sie war kritisiert worden, weil Lichtenberg den Wahlkampf von Bausenator Andreas Geisel (SPD) bestreitet, der dort seinen Wahlkreis hat. Geisel wies den Vorwurf, er habe Groth begünstigt – etwa beim umstrittenen Mauerpark-Großprojekt, das der Senator an sich zog – strikt zurück.

Auch Lichtenbergs SPD-Chef Ole Kreins erklärte jetzt, die Spende sei nicht illegal, und es gebe seines Wissens auch keine Groth-Projekte im Bezirk. „Wir geben das Geld nicht zurück.“ Der Kreisvorstand habe die Spende geprüft und bewertet, Geisel sei an dieser Entscheidung nicht beteiligt gewesen. Der Senator hatte bereits am Mittwoch betont, es gebe keinerlei Zusammenhang mit seinen Entscheidungen als Senator. Er handele „nicht im Interesse Einzelner, sondern für das Wohl der gesamten Stadt“.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.