Berlin - SPD, Linke und Grüne waren sich als Koalitionäre oft uneinig in den knapp viereinhalb Jahren, in denen sie Berlin regiert haben. Erstaunlich einmütig waren sie aber – unbeabsichtigt – bei der Planung ihrer Wahlkampfvorbereitung. Alle drei Parteien hielten an diesem Wochenende ihre Parteitage ab und wählten ihre Spitzenkandidatinnen für die Abgeordnetenhauswahl im September. Wer die Veranstaltungen beobachtet hat, kann drei Rückschlüsse ziehen.

Erstens: Alle Spitzenkandidaten haben starken Rückhalt. Gerne zerlegten sich die drei Koalitionspartner in der Vergangenheit intern schon vor der Wahl. Das haben sie dieses Mal besser hinbekommen. Bei den Grünen hatte Bettina Jarasch fast den gesamten Parteitag hinter sich. Die Sozialdemokratin Franziska Giffey und der Linke Klaus Lederer kamen über 85 Prozent, auch das sind jeweils sehr stabile Werte. Zumindest im Wahlkampf müssen die Spitzenkandidaten also keine Heckenschützen aus den eigenen Reihen fürchten.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.