Berlin - Das Auszählungsdebakel bei den Wahlen zum Abgeordnetenhaus hat 19 Tage nach der Wahl seinen Höhepunkt erlebt: Mitglieder des Landeswahlausschusses forderten bei ihrer Sitzung am Donnerstag eine erneute Auszählung mehrerer Wahlkreise und erwogen, die Zustimmung zum amtlichen Endergebnis zu verweigern - das gab es noch nie in Berlin. Nach dreieinhalbstündiger Debatte und vielen unbeantworteten Fragen stimmte der Ausschuss dem Ergebnis doch zu - schweren Herzens und vor allem aus Mangel an Alternativen. „Ich hätte es gern anders gehabt“, sagte Axel Oppeld-Soda, einer der beiden SPD-Vertreter, am Ende der Sitzung, „Zweifel bleiben nach wie vor.“

Eigentlich gilt der Beschluss des Landeswahlausschusses als reine Formsache. Das Gremium, dem neben Landeswahlleiterin Petra Michaelis-Merzbach sechs Mitglieder der im Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien angehören, tritt zusammen, nachdem die Bezirkswahlausschüsse ihrerseits die Ergebnisse in den Bezirken bestätigt haben. Viel zu reden gibt es da nicht - 45 Minuten reichen völlig. Aber nicht am Donnerstag.

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