Berlin - Für den Erhalt von Schloss Charlottenburg sind auch nach Abschluss der laufenden Sanierung weitere Arbeiten notwendig. Alle Wände, Decken und Fußböden in den Innenräumen müssten nach 2017 dringend restauriert werden, sagte der Generaldirektor der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten, Hartmut Dorgerloh, bei einem Rundgang mit Berlins Regierenden Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) am Donnerstag.

Zur Zeit werden Haustechnik, Isolierung und Brandschutz für insgesamt 14,3 Millionen Euro erneuert. Danach ist die Sanierung der Fassade an der Reihe. Sie soll dann ab 2017 wieder ockerfarben glänzen. Das Schloss sei zusammen mit dem gegenüberliegenden Museum Berggruen und der Sammlung Scharf Gerstenberg eine der wichtigsten Attraktionen Berlins, sagte Wowereit.

Der Neue Flügel, in dem zur Zeit auch die Deckenmalerei restauriert wird, soll bis zum Jahreswechsel 2014/15 wieder für die Besucher geöffnet werden. Nach den laufenden Dämmungsarbeiten werde das Schloss 34 Prozent weniger Energie benötigen als bisher. Viele technische Anlagen stammten noch aus der Zeit des Schloss-Wiederaufbaus von 1950 bis 1960, sagte Dorgerloh.

Wowereit nannte es ein positives Zeichen, dass die gemeinsam mit Brandenburg getragene Schlösserstiftung sich nun auch verstärkt in Berlin engagiert. „Wir hatten eine Zeit lang den Eindruck, dass die Stiftung vor allem im befreundeten Nachbarland tätig ist“, sagte Wowereit.

Bis 2017 investiert die Schlösserstiftung insgesamt rund 155 Millionen Euro in die Rettung von Kulturgütern. Davon trägt der Bund die Hälfte, vom Rest bezahlt Brandenburg zwei Drittel und Berlin ein Drittel. (dpa)