Wann wird eigentlich die Grenze zur Denunziation überschritten? Im vergangenen Jahr mehrten sich die Meldungen, wonach Menschen ihre Nachbarn anschwärzten, weil die sich zwar in ihren eigenen vier Wänden aufhielten, aber in einem anderen Bundesland gemeldet waren und deshalb in der Pandemie nicht am Aufenthaltsort hätten sein dürfen. So was ist ziemlich daneben. Aber wie steht es dagegen mit einer Alltagssituation, in der ein Autofahrer sein Fahrzeug seit Tagen wiederkehrend auf dem Gehweg abstellt, gerne auch tagsüber?

Deshalb die Polizei zu rufen, wirkt irgendwie unverhältnismäßig. Selbstjustiz ist auch keine Option – trotz lebhafter Fantasie, was sich so alles auf die Windschutzscheibe schmieren ließe. Und so fern jede Idee von Gewalt und Vandalismus auch liegen mag, stellt sich in manchen Momenten durchaus die Frage, warum Leute, die Autos anzünden, so wahllos vorgehen, wobei es doch naheliegende Ziele gäbe. Aber gut, damit würden die Systemgegner dem System helfen, für Ordnung zu sorgen. Das geht natürlich auch nicht.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzten Zugang zu allen B+ Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio.

1 Monat kostenlos.

Danach 9,99 € im Monatsabo.

Jederzeit im Testzeitraum kündbar.

1 Monat kostenlos testen

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.