Berlin - Im Super-Wahljahr braucht Berlin besonders viele Wahlhelferinnen und -helfer. Und es haben sich tatsächlich auch ungewöhnlich viele für das Ehrenamt gemeldet. Nachdem die Bescheinigungen für die Impfpriorisierung der Freiwilligen am 7. Mai versendet wurden, kam es allerdings zu immer mehr Absagen. Der Tagesspiegel berichtete deshalb über „Impf-Trittbrettfahrer:innen“, die laut Stadträtin Christiane Heiß (Grüne) offenbar weder die bevorstehende Mega-Wahl noch die Bewältigung der Pandemie ernst nähmen.

Auffallend ist die Häufung der Absagen unmittelbar nach dem Versand der Bescheinigungen in einigen Bezirken. Darüber, ob die Wahlhelfenden bereits einen Termin oder sogar schon eine Impfung bekommen haben, liegen den Bezirken keine Informationen vor. In Mitte waren es sogar 150 Absagen, kurz nachdem die Benachrichtigungen über die Impfberechtigung versendet worden waren. In Friedrichshain-Kreuzberg gab es 180 Absagen bei rund 10.000 Bewerbungen. Der genaue Zeitpunkt der Absagen ist hier aber unklar. Pankow zählt seit dem 7. Mai 130 Absagen bei rund 6000 Bewerbungen. „Allein die Tatsache, dass schon vier Monate vor dem Wahltag mehr Bereitschaftserklärungen vorliegen als gebraucht werden, lässt eine entsprechende Motivation vermuten. Aber nur vermuten“, sagt Kreiswahlleiterin Christine Rufflow der Berliner Zeitung.

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