Jahre her: Ein Mitarbeiter der BST pfeift während der Verdi Warnstreik öffentlicher Dienst am 27.04.2016 in Berlin.
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BerlinIm Tarifstreit des Öffentlichen Dienstes hat die Gewerkschaft Verdi ab Freitag Warnstreiks in Berlin und Brandenburg angekündigt. „Momentan sind wir in den Planungen, wo jeweils gestreikt wird“, sagte die Verdi-Landesvize für Berlin und Brandenburg, Andrea Kühnemann, am Dienstag im Inforadio vom rbb. Betroffen seien etwa die Berliner Stadtreinigung, die Wasserbetriebe, kommunale Krankenhäuser oder auch Kindertagesstätten in Brandenburg. Dagegen würden Kindertagesstätten in Berlin nicht bestreikt, betonte Kühnemann.

Die zweite Verhandlungsrunde war am Wochenende in Potsdam ohne Annäherung zu Ende gegangen. „Jetzt muss der Druck auf die Arbeitgeber erhöht werden, damit ein Angebot vorgelegt wird“, sagte Kühnemann.

Verdi und der Beamtenbund dbb fordern 4,8 Prozent mehr Lohn. Den Beschäftigten sollen mindestens 150 Euro mehr pro Monat zugesichert werden. Sie fordern eine Laufzeit von zwölf Monaten, die kommunalen Arbeitgeber wollen eine längere Laufzeit. Die Kommunen hätten wegen der Corona-Krise nichts zu verteilen, argumentieren sie. Die dritte Verhandlungsrunde ist für den 22. und 23. Oktober angesetzt.