Ein Immobilienunternehmen aus Göttingen hat einen Großteil des RAW-Geländes an der Revaler Straße in Friedrichshain gekauft. Das bestätigte der Sprecher des Bezirksamtes Friedrichshain-Kreuzberg, Sascha Langenbach, auf Nachfrage. Das Industriegelände des früheren Reichsbahnausbesserungswerkes (RAW) an der Warschauer Straße ist wegen seiner Clubs, Bars, Freizeit- und Sportangebote sowie Ateliers sehr beliebt und gehört zu den wichtigen Konzertorten der Stadt. Dort befinden sich etwa das Astra-Kulturhaus, das Cassiopeia, das Badehaus Szimpla, und der Street-Food-Club Neue Heimat.

Was die neuen Eigentümer aus Göttingen, spezialisiert auf Wohnungsbau, nach dem Kauf des Geländes planen, ist bisher nicht bekannt. Nachfragen blieben am Montag unbeantwortet.

Bezirkssprecher Langenbach versicherte am Montag, der Bezirk werde alles tun, damit das RAW in seiner jetzigen Form erhalten bleibe. „Dieser Standort hat eine überragende Bedeutung für Berlin“, sagt Langenbach. Im Bezirksparlament gebe es dafür eine „überragende Mehrheit“. Bereits 2014 hat der Bezirk gegen eine Bebauung gestimmt: Das Kulturensemble RAW solle erhalten bleiben.