Die verdächtigen Metallkisten sind um 15.45 Uhr mit Wasserdruck geöffnet worden. Zwei Experten des Kampfmittelräumdienstes verschanzten sich während der Sprengung hinter ihrem Dienstwagen. In einer der beiden Kiste befand sich Werkzeug für Elektriker, in der anderen war eine mobile Lötstation.

Die beiden Kisten wurden am Montagmittag in der Straßenbahn M10 an der Endhaltestelle Warschauer Straße gefunden, wie die Polizei mitteilte. Der Auto- und Bahnverkehr an der Warschauer Straße in Berlin-Friedrichshain war komplett zum Erliegen gekommen.

Warschauer Brücke noch gesperrt

Die Polizei sperrte den gesamten Bereich zwischen Spreeufer und der Revaler Straße am RAW-Gelände. Der Verkehr der U1 zwischen Warschauer Straße und Schlesischem Tor wurde eingestellt. Betroffen waren zudem die S-Bahn-Linien S5, S7, S75, die nicht an der Warschauer Straße hielten. Inzwischen läuft der S-Bahn-Verkehr wieder normal. 

Sprengstoffexperten untersuchten die Kisten. Bei der ersten Untersuchung mit einem Röntgenapparat konnte man eine Gefahr nicht sofort ausschließen. Entwarnung konnte deshalb nicht gegeben werden. Die Polizei ging von einer ernsten Lage aus, teilte ein Sprecher der Berliner Zeitung mit.

Es wurden auch vier Häuser evakuiert. Erst als die Vorderhäuser leer geräumt worden waren, konnte mit der Sprengung der Kisten begonnen werden. Die Bewohner und Büroangestellten konnten danach wieder in ihre Räume zurückkehren.

Die Warschauer Brücke ist aktuell noch gesperrt - die Entschärfer müssen ihre Ausrüstung wegräumen. Auf der Mühlenstraße läuft der Verkehr inzwischen normal.

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