Berlin - Ein Fall, der an jeder Berliner Schule vorkommen könnte. Ein Kind hat es im Unterricht mit einem Lehrer zu tun, der kurz darauf positiv auf das Coronavirus getestet wird. Das Kind wird vom Gesundheitsamt des Bezirks als Kontaktperson 1 gewertet. Es muss für 14 Tage in Quarantäne. In der Parallelklasse wird ein anderes Kind als Kontaktperson 1 eingestuft. Diesmal allerdings zu einer Mitschülerin. Das Kind geht ebenfalls in Quarantäne, darf am sechsten Tag wieder in die Schule, falls es einen negativen Test vorlegen kann. 

Es herrscht Verwirrung in der Stadt unter Schülern, Lehrern, zum Teil auch bei Mitarbeitenden der zwölf Gesundheitsämter. Im Bund gilt seit Montag die Regel, dass Kinder unter bestimmten Bedingungen nach fünf statt 14 Tagen aus der Quarantäne entlassen werden können. Differenziert wird dabei zwischen Kontaktpersonen zu infizierten Schülern und infizierten Erwachsenen. Sprich, wer einen infizierten Sitznachbarn hat, kann sich nach fünf Tagen freitesten, wenn allerdings die Lehrerin positiv getestet wird, muss das Kind für 14 Tage in Isolation – was auf den ersten Blick keinen Sinn macht.

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