Berlin - Den Konflikt gibt es seit 2017, seit der Wahl des Bürgermeisters in Königs Wusterhausen. Der Streit eskalierte – und nun hat die prosperierende Stadt im südöstlichen Berliner Umland keinen Bürgermeister mehr. Swen Ennullat ist seit Sonntag abgewählt, die Wähler stimmten beim Bürgerentscheid mit 63,5 Prozent gegen den 44-Jährigen.

Es ist der Höhepunkt in einem erbitterten Streit, der auch seinen Weg vor die Gerichte und das Innenministerium in Potsdam fand. Das Ganze kann als ein Zwist zwischen etablierten Parteien und neuen, kleinere Kräften gesehen, aber auch als ein Versuch gewertet werden, bei dem die übergroße Mehrheit in einem Stadtparlament einen Politiker loswerden will, der keine Berührungsängste mit der AfD hat. Ennullat selbst gehört zu den Freien Wählern. Er ist ein Mann, dem seine Gegner vorwerfen, ein Populist zu sein und den sie gern auch mal mit dem ehemaligen US-Präsidenten Donald Trump vergleichen.

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