Berlin - Leute aus aller Welt kommen nach Berlin, davon auch viele Studenten. Was macht Berlin für sie so anziehend? „Deutschland hat einen guten Ruf in der Welt“, sagt Patricio Verde, der Soziale Arbeit an der Alice-Salomon-Hochschule studiert.

In Deutschland und Berlin gebe es gute Ausbildungsmöglichkeiten, ein gutes Kulturangebot und hier herrsche Ordnung und Sauberkeit – viele Gründe für den Mexikaner, in die deutsche Hauptstadt zu kommen.

In Mexiko und in vielen Südamerikanischen Ländern gebe es ein Idealbild von Europa, das ein bisschen übertrieben sei, meint Verde. Er habe sich eine perfekte Gesellschaft vorgestellt, wo alle Regeln respektiert würden und alles sauber sei.

Das Idealbild trügt

Als er entdeckt hat, dass dies in Berlin nicht unbedingt immer der Fall ist, wurde er dennoch nicht enttäuscht. Die Großstadt  Berlin erinnert ihn ein bisschen an Mexiko-Stadt: Die Vielfalt – aber eben auch die Probleme, wie etwa die Obdachlosen auf der Straße.

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Die Ausbildung an der Hochschule findet Verde sehr gut – und die Vielfalt und die Toleranz in der Stadt. „Menschen können hier wirklich sehr seltsam und komisch  sein und alle finden das okay“.

Auch die luxemburgische Studentin Céline Leclerc schätzt die Vielfalt in ihrer neuen Wahlheimat: „Berlin ist sehr Multi-Kulti, es gibt viele sehr verschiedene Leute,“ sagt sie.

Leclerc studiert seit anderthalb Jahren Entrepreneurship an der SRH-Hochschule Berlin. Während die Größe Berlins Patricio Verde ein bisschen an seine Heimatstadt Mexiko-Stadt erinnert, ist sie für die Luxemburgerin eher eine neue Erfahrung.

Nicht leicht, neue Leute kennenzulernen

Bevor sie nach Berlin kam, hat sie im belgischen Namur studiert, eine im Vergleich zu Berlin kleine Stadt. Dort  sei es einfacher gewesen, neue Leute kennenzulernen: „Manchmal ist es in Berlin ein bisschen unpersönlich, es ist ja eine Großstadt und wie in allen Großstädten kennt man nicht unbedingt seine Nachbarn“.

Wohl fühlt sie sich trotzdem: Wofür auch immer man sich interessiere, in Berlin könne man es finden, meint Céline Leclerc.

Berlins Image als günstige Stadt mit großer Freiheit, vielen Künstlern, Partys halte, was es verspricht - nur das mit den niedrigen Mieten sei vielerorts nicht mehr der Fall, findet Leclerc.