BerlinFragt man den Apotheker, fragt man die Hausärztin: Überall erhält man die gleiche Antwort. Zurzeit sind deutlich weniger Menschen als sonst zu dieser Jahreszeit mit Erkältungen und grippalen Infekten unterwegs. Von der echten Grippe, hervorgerufen durch Influenzaviren, ganz zu schweigen. Der Grund: Die Maßnahmen gegen Corona greifen auch gegen Influenza- und andere Viren, etwa Noroviren. Ob die Grippewelle in diesem Jahr allerdings ganz ausfällt, das wagen die Experten vom Robert-Koch-Institut bisher noch nicht vorauszusagen, Prognosen gelten als schwierig. 

Was man aber tun kann, ist die gegenwärtige Grippeaktivität zu betrachten – wenn man sie denn findet. In Berlin sind in der Grippesaison 2020/21, die im Oktober beginnt und im Mai endet, bisher lediglich acht Fälle von Influenza erfasst worden. In Brandenburg bisher 16. Für ganz Deutschland weist eine Übersicht des RKI für die aktuelle Saison 379 Influenzafälle aus, 266 davon labordiagnostisch bestätigt.  Für gewöhnlich steigen die Grippefälle erst Ende Januar, Anfang Februar. „Es wird bisher von einer Zirkulation von Influenzaviren auf einem extrem niedrigen Niveau in der Saison 2020/21 ausgegangen“, heißt es im letzten Wochenbericht der Arbeitsgemeinschaft Influenza.

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