Berlin - Die Berlinerin Angela Schoubye erzählt gerne von dem Mädchen, deren Eltern eine große, prall gefüllte Tüte in den Tafel-Laden „Haltbar“ geschleppt hatten. Sie spendeten haltbare Lebensmittel wie Ananas, Bohnen, Reis und Nudeln. Nahrung, von denen bis zu zehn Bedürftige auf einmal bei einer Lebensmittelausgabe der Tafel unterstützt  werden könnten.

„Und dann stand da dieses Mädchen vor einem der Regale, weil es sich im Gegenzug etwas aussuchen durfte. Sie nahm andächtig zwei Seidentaschentücher mit Spitze in die Hand, die unsere Omas noch sorgfältig in der Kommode verwahrten und nach jedem Gebrauch wuschen und bügelten. Sie fragte, ob sie den Wert der vorbeigebrachten Lebensmittel hätten. Ich nickte gerührt“, sagt Angela Schoubye. „Das Kind hat die Seidentücher wertgeschätzt.“

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