Berlin - Am Freitag heißt es wieder, Koffer packen für Mathias Moritz, es geht in eine neue Übergangsunterkunft. Der 37-Jährige gehörte am vergangenen Sonntagabend zu den 360 Anwohnern, deren 18 Häuser in Köpenick evakuiert wurden. Sie liegen neben einer Baugrube, die mit Wasser vollgelaufen war, und wurden als einsturzgefährdet eingestuft. Während viele der plötzlich Ausquartierten inzwischen in ihre Wohnungen zurückkehren durften, müssen 45 Menschen warten und die Ungewissheit ertragen.

„Wir wissen aktuell gar nichts“, klagt Moritz. „Wir haben unseren ganzen Hausstand da drin. Wahrscheinlich wird das Gebäude aufgegeben.“ Er meint das Haus in der Pohlestraße 11, dessen Zukunft ebenso ungewiss ist wie die eines weiteren Hauses in der Pohlestraße 7 und eines Hauses in der Dorotheenstraße 13. Behörden und Bauherr sind vor allem damit beschäftigt, einander die Schuld für das Desaster rund um die Baugrube zu geben, die sich in bester Lage nur wenige Gehminuten von Rathaus und Schloss Köpenick befindet.

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