Berlin - Berlin baut, neue Wohnviertel entstehen. Doch wer in ein solches  Viertel zieht, sollte besser kein Auto besitzen. „Wir wollen neue Stadtquartiere autoarm gestalten. Deshalb werden wir den Parkplatzschlüssel verändern. In Zukunft soll es pro hundert Wohnungen nur noch zehn bis 30 Parkplätze geben“, sagte Verkehrssenatorin Regine Günther (Grüne) am Dienstag. In bereits bestehenden Wohnvierteln sollen bestehende Stellplätze aufgehoben werden. Anhand dieser und weiterer Beispiele stellte sie den Stadtentwicklungsplan „Mobilität und Verkehr 2030“ vor, den der Senat zuvor beschlossen hatte. Doch das Strategiekonzept für die Verkehrspolitik stößt auf Kritik. 

 Henner Schmidt (FDP) bezeichnete es als „politisch getriebene Vision von Berlin als verkehrsberuhigte Stadt“, die sich nicht an den Bedürfnissen der Menschen orientiere.„Es ist kaum vorstellbar, dass die Mehrheit der Berlinerinnen und Berliner die massiven Einschränkungen des motorisierten Individualverkehrs wirklich für gut befindet“, so Sandra Hass vom Allgemeinen Deutschen Automobil-Club (ADAC). „Warum steigen sonst die Zulassungszahlen von Pkw in der Hauptstadt?“ Dagegen geht der Plan Andreas Knie vom Wissenschaftszentrum Berlin nicht weit genug. „Berlin hat die Verkehrswende aufgegeben“, sagte der Mobilitätsforscher der Berliner Zeitung.

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