Berlin - „Nummer 16!“, ruft Helmut Große Inkrott (56) zur Begrüßung. Es ist Dienstagmorgen, halb neun, Große Inkrott ist schon ein paar Minuten früher zum Treffpunkt gekommen. Und da steht er an der Kreuzung der Oderstraße mit der Siegfriedstraße in Nord-Neukölln und zählt Lastwagen. Nummer 16 hat ein silberfarbenes Führerhaus und gehört zu einer Baufirma. Vorsichtig fährt der Fahrer an die Einmündung heran, lässt Autos und Radfahrer vorbei und biegt dann rechts ab. Alles geht gut.

Zwei Wochen zuvor ist an genau dieser Stelle ein Mensch getötet worden. Ein weiß gestrichenes Fahrrad steht an eine Laterne gelehnt und erinnert an die 56-Jährige, die erste Fahrradtote des Jahres. Unfälle passieren häufig dort, wo nur eine dünne Linie zwischen Glück und Versagen existiert. Wo die Umstände es den Menschen schwer machen, die Übersicht zu behalten. Eine Ortsbesichtigung an der Oderstraße hilft zu verstehen, welche Risiken selbst in unscheinbaren Berliner Nebenstraßen lauern können.

Lesen oder hören Sie doch weiter.

Erhalten Sie unbegrenzt Zugang zu allen Online-Artikeln der Berliner Zeitung inkl. Audio für nur 9,99 € im Monatsabo.

Jetzt abonnieren

Sie haben bereits ein Abo? Melden Sie sich an.

Doch lieber Print? Hier geht’s zum Abo Shop.