Berlin - Ein halbes Jahr vor dem Anschlag an der Berliner Gedächtniskirche soll der Attentäter Anis Amri in eine Messerstecherei in einer Neuköllner Kneipe verwickelt gewesen sein. Am Amtsgericht Tiergarten muss sich am Dienstag ein mutmaßlicher Mittäter verantworten, wie eine Gerichtssprecherin sagte. Dies berichtet der RBB.

Der 30-jährige Angeklagte soll im Juli 2016 mit Amri und zwei weiteren Tätern an der Messerstecherei beteiligt gewesen sein. Ihm wird vorgeworfen, ein Messer gezückt und mehrfach auf ein Opfer eingestochen zu haben. Ermittlern zufolge ging es dabei um Streitigkeiten im Drogendealer-Milieu. Angeklagt ist der Mann wegen gemeinschaftlicher gefährlicher Körperverletzung. Alle vier mutmaßlichen Täter konnten damals entkommen.

Amri hatte bei dem Terroranschlag am 19. Dezember auf dem Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche zwölf Menschen getötet und rund 50 verletzt. Der 24-jährige Islamist, der mehr als ein Dutzend Identitäten in Deutschland benutzt hatte, wurde auf der weiteren Flucht von italienischen Polizisten erschossen. (dpa)