Sie kennen sicherlich diese bevorzugt US-amerikanischen Weihnachtsfilme, in denen sich zwei Nachbarn gegenseitig mit der festlichen Dekoration übertrumpfen wollen: unzählige Lichterketten, riesige Tannenbäume und Schneemänner in den Vorgärten, Santa samt Schlitten und Rentieren auf dem Dach. Als die Kontrahenten nach getaner Arbeit abends den Strom anschließen, gehen im restlichen Viertel die Lichter aus – die feierliche Optik der Häuser schöpft die gesamte Energie ab.

Ob Weihnachtsdekoration eigentlich festlich oder fake ist, muss im heidnischen Berlin selten ausdiskutiert werden. Abends bleiben ganze Straßenzüge stilecht stockfinster. Vereinzelt fristet in manch einem Fenster ein Stern sein einsames Dasein. Bis man ahnungslos um eine Straßenecke biegt und meint, in einem dieser Filme anzukommen, nur dass der Wettstreit nicht in der Sackgasse einer bürgerlich-biederen Vorortsiedlung steigt, sondern innerhalb eines innerstädtischen Mehrfamilienhauses.

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