Berlin - Er ist der Mittelpunkt eines jeden Wohnzimmers im Dezember: der Weihnachtsbaum. Doch sobald er nadelt, muss er raus aus der guten Stube. Elefanten im Zoo und die Biotonne sind jedoch nicht die richtigen Verwerter, um den Baum zu entsorgen.

Die Berliner Stadtreinigungsbetriebe (BSR) schaffen Abhilfe und holen die alten Bäume vom 7. bis 19. Januar 2019, zu festgelegten Terminen, ab.

So entsorgen Sie ihren Weihnachtsbaum richtig

Dafür müssen die Bäume am Abholtag abgeschmückt, gut sichtbar am Straßenrand, bis spätestens 6 Uhr früh, liegen. Eine Zerkleinerung des Baumes ist nicht notwendig, zudem sollte er auch nicht in einer Plastiktüte verstaut werden.

Wer seinen alten Baum schon vor den BSR-Abfuhrterminen loswerden will, kann diesen auf einem der 15 Recyclinghöfe abgeben.

Übrigens: Wer auf die Idee kommt, den Baum einfach in den Wald zu legen, sollte wissen: Diese Art der Entsorgung ist verboten. Das kann ein Bußgeld zwischen 5 und 300 Euro kosten, erläutert Swen Walentowski, Sprecher des Deutschen Anwaltvereins.

Das passiert mit Ihrem Weihnachtsbaum

Die Berliner Müllabfuhr sammelt durchschnittlich 350.000 Weihnachtsbäume pro Jahr ein. Sie werden mit Spezial­maschi­nen geschreddert und in regionale Biomasse-Kraftwerke transportiert. Aus dem Schreddergut entstehen dort Fernwärme und Strom.

Die Energie aus 350.000 Weihnachts­bäumen reicht ungefähr aus, um zirka 500 Haushalte ein ganzes Jahr lang mit Wärme und Strom zu versorgen. Als Ersatz für fossile Brennstoffe leisten die ausgedienten Bäume somit auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Die von der BSR abgeholten Bäume werden nicht an die Elefanten im Zoo verfüttert, weil diese nur ungenutze Bäume, die zum Beispiel bei Tannenverkäufern übrig geblieben sind, fressen können. In der Biotonne sollten die Bäume auch nicht entsorgt werden, weil sich die Stämme und Äste nicht zur Vergärung in der Biogasanlage eignen. (BLZ/dpa)