Berlin - Der Weihnachtsmarkt am Breitscheidplatz ist gut besucht wie jeden Abend, als um 20.14 Uhr ein Lkw mit polnischem Kennzeichnen die Budapester Straße entlangfährt. Der Lkw ist lang, der Anhänger dunkelgrau, er kommt vom Ernst-Reuter-Platz, fährt noch am Zoopalast vorbei, über die Ampel an der Hardenbergstraße, und rollt dann – ganz plötzlich − direkt in den Weihnachtsmarkt hinein, reißt Menschen auf dem Gehweg mit sich, fährt Buden um und kommt an einem hölzernen Glühweinstand neben der Kirche zu stehen.

„Mindestens vier Buden habe der Laster mitgerissen, alle platt“, sagt Anselm Lange, Vorsitzender der Kaiser-Wilhelm-Gedächtnisgemeinde, der später von der Polizei über den Platz geführt wird. Er hat Tränen in den Augen, seine Stimme zittert. Ein schreckliches Bild habe sich ihm geboten. Augenzeugen berichten, dass der Lkw viele Besucher überfuhr. „Der Lkw ist hier mit großer Geschwindigkeit durchgefahren“, sagt eine Mitarbeiterin des Weihnachtsmarktes. „Die Leute rannten weg und sind zu Boden gestürzt. Ich habe noch einen Schwerverletzten unter dem Lkw hervorgezogen“, sagt die geschockte Frau. „Dann habe ich sie gesehen: die Toten und Schwerverletzten, die in ihrem Blut lagen.“

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