Berlin - Er stellte sich den betagten Damen, die er im Restaurant oder Einkaufscenter ansprach oder bei denen er zuhause einfach klingelte, als Peter vor, gab wortgewandt an, dass man sich doch kenne. Dann sprach er von seinen finanziellen Sorgen und dass er Geld benötige. Geld, das seine Opfer ihm gutgläubig aushändigten, ohne es je wiederzusehen. So ergaunerte der dreiste Peter alias Horst T. in 14 Monaten eine stattliche Summe. Zwischen Anfang 2019 und März des vergangenen Jahres soll er in 20 Fällen insgesamt 54.610 Euro erschwindelt haben.

Auf der Anklagebank sitzt an diesem Montag ein drahtiger, gepflegt wirkender Mann mit Bürstenhaarschnitt. Die schwarze Hose hat Bügelfalte, die Schuhe sind poliert. Das ist auch der einen oder anderen Frau aufgefallen, die er betrogen haben soll. In ihren Beschreibungen des Täters, die sie bei der Polizei abgaben, ist vor allem die Bügelfalte im Gedächtnis geblieben.

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