BerlinNun also doch. Im Gesundheitsamt Friedrichshain-Kreuzberg sollen ab Mittwoch vier Bundeswehrangehörige bei der Pandemie-Bekämpfung helfen. Zuvor hatten die Bezirksgremien diese Hilfe abgelehnt. In den Augen vieler haben sie auf diese Weise einmal mehr den bundesweiten Ruf als links-grün dominierter Chaos-Bezirk bestätigt. Und auch jetzt bleiben noch Fragen offen. So wusste die Senatsgesundheitsverwaltung bis Dienstagnachmittag noch immer nichts von einer Anfrage des Bezirks. „Wir suchen noch“, hieß es.

Die Meldungen aus Friedrichshain-Kreuzberg klangen sehr bestimmt: Das Bezirksamt setze ab Mittwoch „medizinisches Personal“ der Bundeswehr in zwei Abstrichteams ein. „Wir haben uns am Freitag im Bezirksamt darauf verständigt, das Angebot der Senatsgesundheitsverwaltung über medizinisches Personal der Bundeswehr anzunehmen“, sagte Gesundheitsstadtrat Knut Mildner-Spindler (Linke) der Berliner Zeitung. Dieses Personal solle vor allem Tests in großen Einrichtungen wie Flüchtlings- oder Wohnungslosenunterkünften vornehmen. Jüngst hatte man eine komplette Unterkunft unter Quarantäne setzen müssen, weil nicht genug Personal da war, um die Kontaktpersonen eines Positiv-Getesteten ebenfalls Tests zu unterziehen, so Mildner-Spindler. Das wolle man künftig ausschließen – und dafür nehme man die Hilfe der Soldaten gerne an.

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