Die Rückkehrer aus Wuhan werden zur Quarantänestation in eine DRK-Klinik nach Köpenick gebracht. 
Foto: AFP/JOHN MACDOUGALL

Das Wichtigste in Kürze

  • Rückkehrer aus China in Berliner DRK-Gebäude untergebracht
  • China-Rückkehrer in Berlin angekommen - Außenminister erleichtert
  • Amtsarzt untersucht Reisende in Tegel
  • DRK-Klinik Köpenick ist vorbereitet

+++ 22. Februar +++

China-Rückkehrer sollen Quarantäne in Köpenick verlassen dürfen

Für 20 China-Rückkehrer in Berlin geht die zweiwöchige Quarantäne wegen des neuartigen Coronavirus zu Ende. Am Sonntag dürften die Menschen den Isolierbereich auf dem Gelände der DRK Kliniken im Stadtteil Köpenick verlassen, teilte eine Sprecherin der Senatsverwaltung für Gesundheit mit. Ein vierter und letzter Test auf das Virus Sars-CoV-2 war am Freitag negativ ausgefallen.

Mitarbeiter des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) hatten sich im Schichtdienst um die Rückkehrer gekümmert. Grundsätzlich handele es sich um eine sehr belastende Situation, sowohl für die Gäste als auch für die Helfer, hatte das DRK nach der ersten Quarantäne-Woche mitgeteilt. Die 16 Erwachsenen und 4 Kinder hatten sich zuvor längere Zeit in der stark von dem Virus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten und waren ausgeflogen worden. (dpa)

+++ 13. Februar +++

Weiter kein Covid-19-Virus bei China-Rückkehrern in Berlin

Auch im zweiten Testdurchlauf ist bei den 20 China-Rückkehrern in Berlin kein neues Coronavirus nachgewiesen worden. Die Ergebnisse seien negativ, teilte die Senatsverwaltung für Gesundheit am Donnerstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mit. Die Deutschen und ihre Angehörigen waren am Sonntag in Berlin eingetroffen und sind seitdem im Stadtteil Köpenick in Quarantäne. Sie hatten sich zuvor in der stark von dem Virus Sars-CoV-2 betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten. Bis zum Ende der 14-tägigen Isolierung sollen die Rückkehrer alle vier Tage auf den Erreger getestet werden. Dieser kann eine Lungenerkrankung auslösen, die inzwischen Covid-19 genannt wird. Die Quarantäne für die Dauer einer längst möglichen Inkubationszeit sei eine Maßnahme, um die Betroffenen selbst und die Bevölkerung zu schützen, teilte die Senatsverwaltung mit. (dpa)

+++ 10. Februar +++

Testergebnisse von China-Rückkehrern: kein Virus nachgewiesen

Die 20 China-Rückkehrer in Berlin sind nicht mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. „Wir sind erleichtert. Alle Testergebnisse auf das neuartige Coronavirus der Rückkehrerinnen und Rückkehrer in Berlin sind negativ“, teilte Berlins Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) am Montag mit. „Die 14-tägige Quarantäne für die Dauer einer längstmöglichen Inkubationszeit unter Beobachtung ist eine Maßnahme, um die Betroffenen selbst und die Bevölkerung zu schützen.“ Der Bevölkerungsschutz habe höchste Priorität für sie, betonte Kalayci.

Die 16 Erwachsenen und 4 Kinder waren am Sonntag in Berlin-Tegel gelandet. Die Menschen, die sich in der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan aufgehalten hatten, kamen umgehend auf eine Quarantäne-Station auf dem Gelände der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick. Am Sonntag hieß es, die Deutschen und ihren Familienangehörigen seien wohlauf. Die Tests auf das Coronavirus sollen nun zwei Wochen lang alle vier Tage wiederholt werden. (dpa)

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+++ 9. Februar +++

Alle China-Rückkehrer in Berlin symptomfrei

Nach der Ankunft der 16 Erwachsenen und vier Kinder im Krankenhaus erklärte Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD), dass bei der ersten Untersuchung in Tegel durch den Reinickendorfer Amtsarzt niemand Symptome einer Corona-Infektion zeigten. Kalayci sagte: „Allen geht es gut, sie sind erleichtert, in Berlin angekommen zu sein.“

Nachdem die Heimkehrer in drei Konvois unter Polizeibegleitung im DRK-Krankenhaus Köpenick angekommen waren, entnahm der dort zuständige Amtsarzt Abstriche aus Rachen und Nase, die an die Charité ins Labor gebracht wurden. Am Montag gegen Mittag sollen Ergebnisse vorliegen. Diese Prozedur wird alle vier Tage wiederholt werden.

DRK-Generalsekretär Christian Reuter, Bezirksbürgermeister Oliver Igel und Chefarzt Prof. Dr. Matthias Pross wiederholten bei einer Pressekonferenz, dass die Quarantänestation räumlich und personell vom Krankenhaus getrennt ist und für die Patienten dort keine Gefahr bestehe. Die „Gäste“ würden von DRK-Mitarbeitern aus dem gesamten Bundesgebiet betreut, nicht von Mitarbeitern der DRK-Schwesternschaft als Trägerin der Klinik.

Rückkehrer aus China in Berliner DRK-Gebäude untergebracht

Ein Konvoi bringt die Rückkehrer aus Wuhan in die DRK-Klinik nach Köpenick.
Foto: Getty Images/Emmanuele Contini

Die mit einer Bundeswehrmaschine zurückgekommenen Passagiere aus China haben die Quarantänestation in einem Gebäude des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin erreicht. Die Rückkehrer seien am Sonntagnachmittag auf dem DRK-Gelände im Stadtteil Köpenick eingetroffen, sagte ein DRK-Sprecher. Die Transportwagen wurden auf der Fahrt vom Flughafen Tegel nach Köpenick von der Polizei begleitet. Die China-Rückkehrer sollen nach derzeitigen Plänen 14 Tage in einem Isolierbereich bleiben, getrennt von der regulären Patientenbetreuung in den Kliniken des DRK. Die Passagiere landeten am Sonntagmittag auf dem Flughafen Berlin-Tegel. (dpa)

Ankunft des Konvois in Köpenick

Ankunft des Konvois in der Salvador-Allende-Straße um 14.14 Uhr.
Foto: Gerhard Lehrke

China-Rückkehrer in Berlin angekommen - Außenminister erleichtert

In einer Militärmaschine sind die Rückkehrer am Vormittag auf dem Flughafen Tegel gelandet. 
Foto: Getty Images/Emmanuele Contini

Ein Flugzeug der Bundeswehr ist mit Rückkehrern aus der schwer vom Coronavirus betroffenen chinesischen Stadt Wuhan in Berlin gelandet. Die Maschine kam am Sonntagmittag auf dem Flughafen Tegel an. Außenminister Heiko Maas (SPD) äußerte sich nach der Ankunft erleichtert über die Ausreise der Deutschen. Die 20 China-Rückkehrer kommen nun in Quarantäne. Sie werden in einem Gebäude der Kliniken des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) in Berlin-Köpenick untergebracht. „Auch bei dieser Rückkehr gilt, dass die Sicherheit an allererster Stelle steht“, sagte Maas.

Eine britische Chartermaschine brachte die Rückkehrer aus Wuhan zunächst zu einem Militärflughafen in der Nähe von Oxford. „Das war ein Akt der europäischen Solidarität, der Mut macht für die Zukunft und eine enge Zusammenarbeit mit Großbritannien auch nach dem Brexit“, sagte Maas. Nach dem Zwischenstopp flog eine Bundeswehr-Maschine die Deutschen am Vormittag weiter nach Berlin.

Amtsarzt untersucht Reisende in Tegel

In Berlin-Tegel sollten die Menschen laut Gesundheitsverwaltung von einem Amtsarzt in Empfang genommen werden. Er soll prüfen, ob bei Passagieren während des Fluges Symptome aufgetreten sind. Alle Passagiere würden auf das Coronavirus getestet, hieß es. Mit einem Ergebnis wurde für Montagmittag gerechnet. Die Rückkehrer kommen am südöstlichen Stadtrand von Berlin in Quarantäne. Ihre Unterkunft ist in einem Nebengebäude, getrennt von der bisherigen Patientenbetreuung, wie das DRK mitteilte. Auch die Betreuer gehörten nicht zum Mitarbeiterstamm der Kliniken. „Diese strikte räumliche und personelle Trennung trägt maßgeblich zur Sicherheit des Personals, der Besucherinnen und Besucher sowie der Patientinnen und Patienten in Köpenick bei“, hatte ein DRK-Sprecher am Samstag gesagt.

Gesundheitssenatorin Dilek Kalayci (SPD) tritt am Sonntag vor der Ankunft der Rückkehrer in der DRK-Klinik in Köpenick vor die Presse.
Foto: Sabine Gudath

Quarantäne in DRK-Klinik Köpenick

Im 2. Stock eines Verwaltungsgebäudes der DRK-Klinik Köpenick an der Salvador-Allende-Straße sind zwölf Räume hergerichtet worden, um die rund 20 Ankömmlinge aus China aufzunehmen. Darunter sind Einzelpersonen, Paare, eine drei—und eine vierköpfige Familie.. Die verschiedenen Gruppen werden auch innerhalb des Hauses räumlich getrennt, damit das Virus im Falle einer Infektion nicht übergreift.

Infizierte kommen zur Behandlung in die Charité

Sollte jemand mit dem Virus infiziert sein, wird er aus der Quarantäne in die Charité zur Behandlung verlegt und isoliert. Sie werden in einem Dreischichtbetrieb von je sieben DRK-Mitarbeitern betreut, es ist auch immer ein Arzt anwesesend, sagt Christof Johnen vom DRK-Generalsekretariat. Das Essen wird vom Caterer der Klinik geliefert, die Einmalverpackungen werden danach entsorgt.

Berlin bereitet sich auf die Ankunft von etwa 20 Menschen aus der schwer vom Coronavirus betroffenen Millionenstadt Wuhan in China vor. Sie sollen in einem Isolierbereich in den DRK-Kliniken im Stadtteil Köpenick am südöstlichen Stadtrand von Berlin untergebracht werden.
Foto: dpa/Gregor Fischer

Damit es nicht langweilig wird, gibt es WLAN, Fernsehapparate und bereits einiges Spielzeug für die Kinder. Es gibt auch einen abgesperrten Bereich auf dem Gelände, damit die Menschen auch mal an die Luft kommen.

Prof. Dr. Matthias Pross, der Chefarzt des Krankenhauses, legt Wert auf die Feststellung, dass die Menschen in Quarantäne nicht mit den übrigen Patienten der Klinik in Kontakt kommen. Auch das Klinik-Personal hat nichts mit ihnen zu tun.

Anwohner protestieren vor der Klinik

Christiane Schröder aus Köpenick protestiert vor der DRK-Klinik. 
Foto: Sabine Guddath

Nach 11 Uhr versammelten sich etwa 20 Menschen, die gegen die Aufnahme der Deutschen aus China im DRK-Klinikum Köpenick demonstrierten, begleitet von einem guten halben Dutzend Polizisten. Sie mutmaßten wie Christiane Schröder aus Köpenick, dass das ohnehin überlastete Klinikpersonal noch stärker unter Druck geraten könne, wussten aber nicht, dass die Mitarbeiter nichts mit der Quarantäne zu tun hat. Ein Mann forderte eine maximale Abschirmung und zweifelte an, ob die Schleusen im Quarantänequartier ausreichen.

Beate Ristau aus Köpenick ist unsicher, ob man das Virus unter Kontrolle halten könne, falls einer der Menschen erkranke: „Warum bringt man die Menschen in die größte Stadt Deutschlands und nicht in eine abgelegene Kurklinik?“

Vor gut einer Woche waren bereits rund 100 deutsche Staatsbürger und Familienangehörige mit einer Maschine der Bundeswehr in Frankfurt am Main angekommen. Sie sind in einer Kaserne im pfälzischen Germersheim in Quarantäne. Die Zahl der bestätigten Infektionen durch das Virus stieg am Sonntag in China um weitere 2656 auf 37 198 Fälle. Außerhalb Chinas sind bislang mehr als 300 bestätigte Infektionen bestätigt, davon 14 in Deutschland. Die Zahl der Todesopfer durch das neue Coronavirus überstieg die der Sars-Pandemie vor 17 Jahren. Mit 89 neuen Todesfällen durch die Lungenerkrankung, die Chinas Gesundheitsbehörde am Sonntag bestätigte, kletterte die Gesamtzahl der Opfer weltweit auf 813.