Felgen und Korb sind gelb, Rahmen und Bleche leuchten hellblau. So sehen sie aus, die Fahrräder von Byke Mobility. Das Unternehmen, das bislang ausschließlich in Hessen tätig war, bietet nun auch in Berlin Fahrräder zum Mieten an. Damit wird die Auswahl an Mieträdern in dieser Stadt noch größer.

Ende der vergangenen Woche war es soweit. „Dann haben wir damit begonnen, mehrere hundert Mieträder zu verteilen“, sagte Julia Boss, Geschäftsführerin von Byke Mobility. Noch ist das Gebiet, in dem die blaugelben Räder gemietet und wieder abgestellt werden können, relativ klein. Es umfasst im wesentlichen den früheren Bezirk Mitte und Teile von Kreuzberg. „Wir hoffen aber, dass wir die Zahl der Räder bald erhöhen und das Geschäftsgebiet erweitern können.“

Registrierte Kunden können die Byke-Räder nutzen – für 50 Cent pro halbe Stunde, drei Euro pro Tag oder zehn Euro pro Monat. Wer ein Guthaben aufs Konto lädt, erhält einen Bonus. Mietstationen gibt es nicht. „Wir sind gespannt, wie unser Angebot angenommen wird“, hieß es von dem Unternehmen, das mit rund zehn Beschäftigten in Prenzlauer Berg in der Dänenstraße residiert.

Großes Angebot

Allerdings ist das Angebot an Mieträdern in Berlin schon sehr groß. Da gibt es die Lidl-Bikes der Deutschen Bahn (DB), die von der Supermarktkette gesponsort werden, und die Nextbikes, für deren Betrieb das Land Berlin einen Zuschuss zahlt. Mit Obike und Mobike sind nun auch zwei Mietradanbieter, die ihren Hauptsitz in China haben, in Berlin vertreten. Während sich Radaktivisten freuen, dass immer mehr Mieträder auf Straßen und Plätzen bereitstehen, sprechen andere von einem Überangebot.

Byke ist trotzdem zuversichtlich, sich durchsetzen zu können. „Unsere Fahrräder bieten eine gute Qualität“, so Boss. Die Fahrzeuge, die in China hergestellt werden, seien stabil, den Reifen gehe nicht die Luft aus, die hydraulischen Sattel ließen sich leicht verstellt. „Unser Produkt ist das bessere“, hieß es. Außerdem sei Byke Mobility ein Berliner Unternehmen.