Erdnüsse, Reis, Weizen, Hirse, Soja und Baumwolle - auf einem 2000 Quadratmeter großen Acker in Berlin-Marzahn wachsen in diesem Jahr Kulturen, die für die menschliche Ernährung und Bekleidung gebraucht werden. Der sogenannte Weltacker ist ein Projekt, das zur Internationalen Gartenausstellung (IGA) in der Hauptstadt gehört und vor allem die Welternährung veranschaulichen soll. An diesem Sonntag wird das Areal am Wuhleteich mit einem bunten Programm eröffnet. Die Zukunftsstiftung Landwirtschaft hat das in Deutschland einzigartige Projekt initiiert.

Gezeigt werden solle, dass auf 2000 Quadratmetern all das wächst, was ein Mensch innerhalb eines Jahres zum Leben braucht und was ihm an Fläche rein rechnerisch zur Verfügung steht, erläutert der Gärtner Gerd Carlsson. Weltweit gibt es 1,4 Milliarden Hektar Ackerland.

Ackerfläche pro Kopf schrumpft

Es hätten sich bereits viele Schulklassen angemeldet. So werde auch gezeigt, welche langen Wege eine Tomate aus dem Supermarkt hinter sich hat und welche Pflanzen Bienen mögen.

Die Umweltstiftung WWF warnt schon länger, dass in Zukunft die verfügbare Ackerfläche pro Kopf schrumpft. Die Weltbevölkerung wächst und vielerorts ändert sich der Konsumstil dahingehend, dass mehr Fläche verbraucht wird. Auf dem Marzahner Acker werde nun im Miniformat gezeigt, wie gegengesteuert werden kann. (dpa)