Blick von der Lichtenberger Seite der Rummelsburger Bucht auf das Friedrichshainer Ufer. Viele Anwohner befürchten, dass das Grün verschwindet und ihre Uferseite genauso zugebaut wird, wie bei ihren Nachbarn.
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinAm Ufer der Rummelsburger Bucht sind Jogger unterwegs, Fahrradfahrer preschen auf dem asphaltierten Weg zwischen Ostkreuz und dem Wohngebiet auf Lichtenberger Seite vorbei. Zwei Angler stehen am Wasser. Der Kajak-Verleih öffnet an diesem sonnigen Septembervormittag gerade seine buntbemalten Tore. Der Club Rummels Bucht gegenüber ist noch geschlossen.

Eine Gruppe Senioren hat sich zu einem Spaziergang zusammengefunden, die Frauen und Männer laufen plaudernd am Wasser entlang. Vor einem Bauzaun, der ein riesiges Gelände umschließt, bleiben sie neugierig stehen und lesen Briefe, die am Zaun befestigt sind. Ein Ast ragt herüber, an dem zahlreiche aus Papier gefaltete Kraniche hängen: Symbole eines langen, glücklichen Lebens. Vor dem Zaun stehen Blumen. Die Briefe haben Freunde eines 15-jährigen getöteten Mädchens verfasst, dessen Leiche vor vier Wochen auf der Brache hinter dem Zaun gefunden wurde.

Grafik: BLZ/Galanty; Quelle: B-Plan Ost-Kreuz, Bebauungsplan XVII-4 „Ostkreuz“

Einige Meter weiter sind auf dem verwilderten Grundstück Hütten und Planen zu sehen, ein paar leere Einkaufswagen stehen herum. Auf dem Areal leben Obdachlose zwischen Müll. Ohne fließend Wasser. Ohne Toiletten. Ohne Perspektive. Hinter einer angrenzenden Mauer, verborgen vor neugierigen Blicken, gibt es zwei Wagenplätze – einen für das Queere Wagenkollektiv und einen für die Bewohner der Wagenkunst, in dem Künstler und Handwerker seit Jahren eine alternative Lebensform praktizieren. Etwa 20 Menschen leben auf den beiden Wagenplätzen. Zwischen diesem Areal und der Kita Seepiraten sind Bagger dabei, tiefe Gräben auszuheben.

Die riesige Brache wird erschlossen. Ein Zeichen dafür, dass es mit der Ruhe auf der Lichtenberger Seite der Bucht bald vorbei sein wird. Das Areal ist eines der wenigen noch unbebauten Wassergrundstücke Berlins und ein seit Jahren heiß umkämpftes Stück Land, hübsch gelegen am Ufer der Spree, ein Filetstück, das das Land Berlin 2016 für gerade einmal 20 Millionen Euro verkauft haben soll. Deswegen müssen Kreative, Obdachlose, Bewohner zweier alter Häuser an der Hauptstraße und auch der Club Rummels Bucht in naher Zukunft weg.

Grafik: BLZ/Galanty

Denn dort entstehen Wohnungen – meist für Besserverdienende – und mit der Coral World eines israelischen Investors ein Unterwasseraquarium von beachtlicher Dimension, das jährlich eine halbe Million Besucher anziehen soll. Es gab in der Vergangenheit immer wieder Proteste gegen die Bebauung. Ganz aufgegeben haben die Leute, die seit langer Zeit hinter der Initiative „Bucht für alle“ stehen, ihren Kampf noch nicht.

Carina Sperk sitzt auf der Treppe zu ihrem Wohnwagen, einem Gefährt aus dunkelbraun gestrichenen Holzplanken mit einem großen runden Panoramafenster in der Mitte einer Wagenwand. Am Wagen lehnt ein Fahrrad. Vor ihrem Zuhause stehen eine Holzbank, ein paar Stühle und ein Holztisch. Eine einsame Kerze wartet auf die Dunkelheit. In zwei Hochbeeten wachsen Zucchini und Kürbisse. Das Herzstück des kleinen Wagendorfes ist die Küche, die die Bewohner selbst gebaut haben. Es ist still. Fast alle, die in den umstehenden Bauwagen wohnen, arbeiten.

Carina Sperk wohnt seit sechs Jahren auf einem Wagenplatz an der Rummelsburger Bucht. Nun muss ihr Wagen und die Unterkünfte ihrer Mitbewohner weg. 
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

Carina Sperk, kurze blonde Haare und Nasenpiercing, ist das „Gesicht der Bewohner“ des Wagenplatzes, wie sie sagt. Sie ist Psychologin, Sozialarbeiterin, Workshop-Leiterin und Sängerin der Band Frollein Smilla. Sperk hat ein freundliches Gesicht, aber wenn sie von ihrer Zukunft an der Rummelsburger Bucht redet, bilden sich Sorgenfalten auf ihrer Stirn. Denn die Wagen müssen weg, sie und ihre Mitbewohner ebenso. Bis spätestens Ende Oktober. Und einen neuen Platz für ihre Unterkünfte haben die Bewohner noch nicht gefunden. „Obwohl wir seit August des vergangenen Jahres suchen“, sagt Carina Sperk. Die Absagen häuften sich. Die versprochene Hilfe des Senats blieb aus.

Seit sechs Jahren lebt Sperk in ihrem Bauwagen. Ihre Nachbarn sind Bekannte, Kreative wie sie. Angefangen habe alles mit einem Kreis von Freunden, die alle aus der Unterhaltungsbranche stammten, erzählt Sperk. Man habe nach alternativen Lebensformen gesucht, die Brachfläche entdeckt, gemietet, den Müll entsorgt, der sich bis auf einen Meter hoch auf dem Areal angesammelt habe. Und die Wagen draufgestellt. Ein Proberaum entstand, der Club etablierte sich. Nun will der Unternehmer Padovicz, ein für Berlin nicht ganz fremder Investor, dort Wohnungen bauen. Und Padovicz ist nicht gerade bekannt dafür, für alternativ lebende oder gar sozial schwache Menschen erschwinglichen Wohnraum zu schaffen.

Das Wagendorf hat Carina Sperk angezogen, weil es ihr gefiel, so zu leben, ihren Wohnraum selbst zu gestalten. Es sei ein Leben in der Gemeinschaft, sagt sie. „Es muss ja nicht jeder in einer Wohnung leben.“ Carina Sperk erzählt, dass es gegen die Bewohner der beiden Wagenplätze viele Vorbehalte in der Stadt gebe. Sie hätten in den vergangenen Monaten Berlin nach freien Plätzen regelrecht abgescannt. Nach einer Brache gesucht, die neuer Wohnort werden könnte. Sie haben einige Plätze gefunden, aber keine Zusagen erhalten. Nicht einmal für die Zeit, bis es auf den Brachen vielleicht einmal losgehen soll mit dem Bauen. „Unsere Lebensform gehört einfach zu so einer Stadt wie Berlin“, sagt Sperk. Die Zusage von Land und Bezirk, sich um Ersatzflächen zu kümmern, seien Worte. Mehr bis jetzt aber auch nicht.

Hendrikje Klein ist öfter auf den Wagenplätzen in der Rummelsburger Bucht. Die 40-jährige Politikerin der Linkspartei ist seit Oktober 2016 Mitglied des Abgeordnetenhauses. Seit langem setzt sie sich für die Wagendorf-Bewohner an der Rummelsburger Bucht ein. Und sie unterstützt die Ziele der Initiative „Bucht für alle“, die Anfang des Jahres in einer Online-Petition mehr als 28.000 Unterschriften sammelte. Die Initiative fordert, dass die Entwicklungsziele für die Bucht überprüft und geändert werden, dass mehr Sozialwohnungen entstehen, mehr Schul- und Kitaplätze, Raum für Kreative und auch Menschen in prekärer Lage. Doch dass die Initiative noch Erfolg haben könnte, bezweifelt selbst Klein.

„Die Grundstücke wurden Ende der vergangenen und Anfang der jetzigen Legislaturperiode verkauft“, sagt die Linke-Politikerin, die an einem runden Tisch sitzt, der einen Ausweichplatz für die Bewohner der Wagenplätze finden soll. Klein würde es begrüßen, wenn der Bebauungsplan noch einmal überdacht würde. Doch sie sieht die Sache auch realistisch: Es gibt einige Stimmen, die erklären, dass der „Schandfleck“ endlich verschwinden müsse. Eine Rückabwicklung würde dem Land Berlin zudem viel Geld kosten – und die verwilderten Flächen würden noch über Jahre im jetzigen Zustand bleiben. „Es gibt aber auch viele, die die Brache bevorzugen.“

Klein, deren Wahlkreis in Lichtenberg liegt, kennt sich mit der Geschichte der Rummelsburger Bucht aus. 1992 bewarb sich Berlin für die Olympischen Spiele im Jahr 2000. Angedacht sei gewesen, an der Bucht das Olympische Dorf zu bauen. Doch im Herbst 1993 platzten die Olympia-Träume der wiedervereinten Stadt. Sydney wurde zum Austragungsort gekürt. „Damals nahm das Unheil seinen Lauf“, sagt Klein. Es gab lange Zeit keine Investoren, die sich für Berlin interessierten.

Zehn Jahre später, Berlin war „arm, aber sexy“, legte der Senat neue Entwicklungsziele fest. Für die Rummelsburger Bucht lauteten die Maßgaben unter anderem: Weiterentwicklung kleinteiliger eigentumsorientierter Wohnbebauung. Und an dem Ziel des hochpreisigen Wohnens habe sich bis heute nichts geändert, sagt Klein. Dabei hätte etwas geändert werden können, wenn die SPD mitgezogen hätte. Immerhin sei erreicht worden, dass es ein paar mehr Sozialwohnungen in dem künftigen Neubaugebiet geben soll.

Vor den Toren des Clubs Rummels Bucht geht Horst Fein mit seinem Hund spazieren. Wie jeden Tag. „Hier lebt es sich schon ganz gut“, meint er. Nachts aber würde er nicht unbedingt am Ufer entlanglaufen. „Sie sehen ja, was passieren kann“, sagt er und deutet auf die Briefe, die am Bauzaun hängen. Fein ist Rentner, wohnt schon ein paar Jahre in einem der fünfgeschossigen Häuser, die auf Lichtenberger Seite entstanden und findet es gut, dass sich hier nun endlich was bewegt. „Es sind ja keine schönen Zustände, wie die Obdachlosen da hinten leben“, meint er. „Doch müssen es unbedingt teure Eigentumswohnungen sein, und braucht die Rummelsburger Bucht wirklich ein Riesenaquarium?“, fragt er und antwortet gleich selbst: „Nein, wozu?“ Es sollte vielmehr etwas entstehen, was allen zugute käme. Einen schönen gepflegten Park würde er sehr begrüßen. Und die Obdachlosen? Der Mann zuckt mit den Schultern.

Karuna-Chef Jörg Richert bemüht sich um eine Lösung für die Obdachlosen. Er sucht in Berlin nach einem Safe Place für die Menschen von der Bucht.
Foto: Berliner Zeitung/Benjamin Pritzkuleit

Wo die Menschen aus dem Camp hin sollen, weiß offenbar niemand. 30 bis 40 Frauen und Männer leben in den Hütten und Zelten, sagt Jörg Richert, der Vorstand der Karuna Sozialgenossenschaft, die sich um Menschen ohne ein Dach über dem Kopf kümmert. Es seien schon einmal weit über 100 Leute gewesen. Sozialarbeiter der Sozialgenossenschaft suchen die Menschen in der provisorischen Zeltstadt regelmäßig auf, sie bringen Wasser, schauen, was Lebensnotwendiges benötigt wird. Das Gesundheitsamt hat etwas gegen die Ratten auf dem Areal unternommen. „Natürlich gibt es auch Spannungen unter den Leuten im Camp. Es ist eine heterogene Gruppe, die dort lebt“, sagt Richert.

Der Karuna-Chef bemüht sich seit geraumer Zeit, eine Lösung für die Frauen und Männer aus dem Camp an der Rummelsburger Bucht zu finden. Gerade, weil absehbar ist, dass die Bagger anrollen. Er plädiert dafür, „Safe Places“ einzurichten, sichere Plätze, von denen die Menschen nicht vertrieben werden können, auf denen es sanitäre Anlagen gibt und die Obdachlosen selbst die Organisation übernehmen.

Richert und seine Mitstreiter hatten bisher kein Glück, einen solchen Platz zu finden. „Jeder Bezirk hat Angst, so einen Safe Place vor der Tür zu haben“, weiß Richert. Dabei zeigt das Beispiel USA, wie gut solche Plätze funktionieren, wie gut Obdachlose und Menschen mit einem Dach über dem Kopf miteinander auskommen, sich kennenlernen, die Scheu voreinander verlieren und so manche Vorurteile. „Es braucht nur einen mutigen Bürgermeister, der für die Obdachlosen an der Bucht Abhilfe schafft“, sagt Richert. Doch so, wie es aussehe, werde solange gewartet, „bis die Bagger das Problem lösen“.

Dass es durchaus funktionieren kann, wenn Obdachlose Verantwortung tragen, zeigt Ingo. Der 58-Jährige ist jeden Tag im Camp. Er kommt immer am frühen Morgen, um mit seinen Kumpels ein, zwei Bier zu trinken. Dann zieht er weiter zu den Obdachlosen am Ostbahnhof, später läuft er zur Arbeit bei Karuna. Ingo hat zwei Prinzipien: „Keinen Schnaps und keine synthetischen Drogen.“ Einige Jahres seines Lebens saß er im Knast, wie er erzählt. Er trägt sein Haar raspelkurz, läuft in Jeans und T-Shirt herum. Ingo ist ein freundlicher und offener Typ, dem eine kleine Fahne vorauseilt. Er brauche das, sagt er, er sei Alkoholiker. Bei Karuna bemühen sich die Sozialarbeiter um eine Therapie für den Kollegen. Ingo ist motiviert, wieder trocken zu werden.

Seit langem schon lebt Ingo auf der Straße. Zwei Jahre davon hauste er im Camp an der Rummelsburger Bucht, das er gar nicht so schlimm findet, wie es in den Medien immer beschrieben werde. Von Slum und Favela sei dort die Rede. Er hat an der Bucht eine Gemeinschaft gefunden, eine Familie, wie er sagt. Nur, dass es dort keine Toiletten gibt, die Bewohner für ihre Notdurft in die Büsche verschwinden müssen, findet er menschenunwürdig.

Ingo lebte jahrelang auf der Straße, zwei Jahre davon im Camp an der Rummelsburger Bucht. Er ist noch heute jeden Tag dort, weil er dort eine Familie gefunden hat, wie er sagt.
Foto: Berliner Zeitung/Benjamin Pritzkuleit

Ingo hat sich an der Rummelsburger Bucht mit Schnorren und Flaschensammeln über Wasser gehalten. Er erzählt, er habe auch bei drei Familien den Garten gemacht. „Für ein warmes Essen am Tag, das war okay.“ Nun wohnt er in einem Tiny House, das auf einem Theatergelände steht. Das Häuschen hat ihm Karuna besorgt, seit dem 1. April sein Arbeitgeber. Er bezieht ein Solidarisches Grundeinkommen, ist als Obdachlosenlotse eingestellt und hilft Obdachlosen dabei, Anträge für Sozialhilfe auszufüllen, die er dann aufs Amt bringt. „Die Menschen haben schließlich einen Anspruch darauf“, sagt Ingo. Und wenn er nur einem von 100 Obdachlosen helfen kann, wieder selbstständig zu werden, sei das ein guter Weg. Ingo zieht es wieder auf die Straße. Aber er sagt, er wolle die fünf Jahre durchhalten, die in seinem Arbeitsvertrag stehen. Er habe schließlich Verantwortung. „Es wäre schön, wenn man uns nicht nur als die letzten Penner sieht. Wir sind auch Menschen.“ Und eigentlich seien sie ganz friedlich, wenn man sie in Ruhe lasse.

Doch die Ruhe wird schon jetzt vom Lärm der Bagger überlagert. War der Kampf um die Bucht umsonst? Johannes Hardt schüttelt den Kopf. „Wir haben eine Menge Leute auf die Beine gebracht, darunter viele Anwohner, die sich für dieses Gebiet starkgemacht haben, die auf die Straße gegangen sind, um gegen den Bebauungsplan zu demonstrieren. Es wäre furchtbar, wenn hier alles mit Luxusbauten zugepflastert werden würde“, erzählt der 42-Jährige von der Initiative „Bucht für alle“.

Hardt ist ein Anwohner der attraktiv gelegenen Brache am Wasser. Er erzählt davon, wie die Bezirksverordnetenversammlung im April vergangenen Jahres den Bebauungsplan in einer plötzlich eingerufenen Sondersitzung unter großem Protest einfach beschlossen und ein Alternativkonzept abgelehnt habe. Die Bewegung „Bucht für alle“ startete schon zuvor eine Volksinitiative, mehr als 28.000 Menschen unterzeichneten und zwang das Berliner Parlament somit, sich noch einmal mit der Rummelsburger Bucht zu befassen. Eine Änderung kam aber nicht zustande.

„Wir sind noch nicht am Ende“, sagt Hardt. Er meint damit die Klage, die die Initiative „Bucht für alle“ und der Verein Naturfreunde Berlin beim Oberverwaltungsgericht eingereicht haben. Maßgaben des Klimaschutzes seien völlig unzureichend geprüft worden, sagt Karsten Sommer, der Anwalt der Kläger. Von 30 Punkten, die hätten untersucht werden müssen, sei nur ein Aspekt erwähnt worden. Schon die Durchlüftung des dichtbesiedelten Gebietes am Ostkreuz sei durch die geplante dichte Bebauung der Rummelsburger Bucht nicht mehr gegeben. Der Bebauungsplan ist in seinen Augen rechtswidrig und kann somit auch nicht umgesetzt werden.

Sommer nennt auch noch einen zweiten Aspekt, der für einen Erfolg der Klage sprechen könnte. Es geht dabei um die im Bebauungsplan ausgewiesenen Grünflächen. Sie seien reiner Etikettenschwindel. Denn der geplante Park wäre nicht wirklich öffentlich. Vielmehr soll ein Teil davon als Café- oder Biergarten von Coral World genutzt werden – mit Zaun drum herum, der nachts verschlossen sei. Sommer geht davon aus, dass das Oberverwaltungsgericht nicht mehr in diesem Jahr über die Klage entscheiden wird. Und es scheine, als hätten die Investoren des Großprojekts ihre Bauanträge noch nicht einmal fertig.

Lichtenbergs stellvertretender Bezirksbürgermeister und SPD-Baustadtrat Kevin Hönicke teilt indes auf Anfrage mit, dass der Bezirk „hochgradig daran interessiert sei, dass die Pläne umgesetzt werden und die Vorhabenträger Bauanträge einreichen“. Im Umgang mit den Obdachlosen befänden sich verschiedene Ansätze in der Abstimmung. Welche, davon spricht Hönicke nicht. Er sei aber weit davon entfernt, von einem „Hoffen auf Selbstlösung“ zu sprechen. Man arbeite gern mit dem Senat an einer Lösung.

Auch die von Obdachlosigkeit bedrohten Bewohner der Wagenplätze sind aktiv. Sie haben im Internet eine Unterschriftenaktion ins Leben gerufen, mit der sie den Senat und den Bezirk auffordern, für Ersatzflächen zu sorgen – so wie es das Abgeordnetenhaus bereits im März gefordert habe. 26 Abgeordnete von Bundestag und dem Berliner Parlament haben bereits unterschrieben.

Es tut sich etwas an der Rummelsburger Bucht.