Blick von der Lichtenberger Seite der Rummelsburger Bucht auf das Friedrichshainer Ufer. Viele Anwohner befürchten, dass das Grün verschwindet und ihre Uferseite genauso zugebaut wird, wie bei ihren Nachbarn.
Foto: Berliner Zeitung/Markus Wächter

BerlinAm Ufer der Rummelsburger Bucht sind Jogger unterwegs, Fahrradfahrer preschen auf dem asphaltierten Weg zwischen Ostkreuz und dem Wohngebiet auf Lichtenberger Seite vorbei. Zwei Angler stehen am Wasser. Der Kajak-Verleih öffnet an diesem sonnigen Septembervormittag gerade seine buntbemalten Tore. Der Club Rummels Bucht gegenüber ist noch geschlossen.

Eine Gruppe Senioren hat sich zu einem Spaziergang zusammengefunden, die Frauen und Männer laufen plaudernd am Wasser entlang. Vor einem Bauzaun, der ein riesiges Gelände umschließt, bleiben sie neugierig stehen und lesen Briefe, die am Zaun befestigt sind. Ein Ast ragt herüber, an dem zahlreiche aus Papier gefaltete Kraniche hängen: Symbole eines langen, glücklichen Lebens. Vor dem Zaun stehen Blumen. Die Briefe haben Freunde eines 15-jährigen getöteten Mädchens verfasst, dessen Leiche vor vier Wochen auf der Brache hinter dem Zaun gefunden wurde.

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